<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175</id><updated>2011-04-22T03:55:12.464+03:00</updated><title type='text'>Wiggerl crosses the Bridge</title><subtitle type='html'>Merhaba - Hello - Salut - Hola - Salute - Kalispera - Konichi-wa - Selam - oder einfach nur ein globales Servus zusammen!

In Anlehnung an den Film "Crossing the Bridge" bin ich ab 17. September 2005 unterwegs: zwischen Europa und Asien, zwischen Okzident und Orient. Die Brücken heißen Bosporus, Galata oder Atatürk, die Stadtteile Sultanahmed, Beyoglu oder Üsküdar. Seid eingeladen mit mir Istanbul zu entdecken...

Hos geldin!</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>30</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-115411579798972050</id><published>2006-07-28T22:17:00.000+03:00</published><updated>2006-07-28T22:43:57.100+03:00</updated><title type='text'>Linkage</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/53.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/53.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sevgili arkadaşlar, dear friends abroad!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;This post is intended to be the last one of "Wiggerl crosses the Bridge". At the same time it's a linkage between my presence in Istanbul and Turkey and my presence back home in Germany.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Well, I just want to note that I'm very glad to be back home again, to see the family, the friends etc. The only two things that make me feel unhappy is, that despite the fact that I can always return to Istanbul and Turkey another day, it will never be the same as it was - since the particularity of these ten months was mainly due to the friends I met and spent time with there.&lt;br /&gt;Anyway, as I said this post is intended to be a linkage. First it's a linkage to the past: In order to tell you that I put a 'potpouri' of pictures I took on my two weeks trip throughout Turkey. (Now that I'm back again in Germany the upload for my huge photos doesn't take so long time any more as it was the problem in der dorm in Istanbul!)&lt;br /&gt;And second, I'm proud to inform you about my new webblog I created today. Since Wiggerl finally has crossed the Bridge, he arrived in another world and changed fundamentally. If you want to learn more about that and about what happens to him in (more or less everyday) life, please look out for "Lütfü crossed the Bridge" at &lt;a href="http://havingcrossed.blogspot.com"&gt;http://havingcrossed.blogspot.com&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Best wishes to everybody&lt;br /&gt;Ludwig "Lütfü" Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-115411579798972050?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/115411579798972050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=115411579798972050&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/115411579798972050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/115411579798972050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/07/linkage.html' title='Linkage'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-115314514470006674</id><published>2006-07-17T16:27:00.000+03:00</published><updated>2006-07-18T13:05:16.666+03:00</updated><title type='text'>Anadolu, İstanbul und die Merkel'sche Post-WM-Republik</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/P7040432.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/P7040432.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wahrlich, für den Schlusspunkt muss ich mich selbst loben! Die letzte Etappe meiner Anatolienreise endete gestern nicht einfach in İstanbul, sondern sie endete in İstanbul um halb sechs Uhr mit dem über dem Bosporus hereinbrechenden Morgensonnenlicht, das die noch müden Augen der Menschen blinzeln und die Goldknöpfe der Moscheen, Paläste und Türme in gewohnt beeindruckender Manier blitzen ließ. Harika!&lt;br /&gt;Doch von diesem kurzen Moment des erregten Herzklopfens ging gestern blutdruckmäßig nicht mehr viel. Ich fuhr nur noch zurück ins Dorm, öffnete alles was es zu öffnen gab, dann ab in die Heia und eine verlängerte Runde schlafen: Nur ein Löwe, der jagt, wird auch müde, heißt ein arabisches Sprichwort. Und knapp 800 Fotos zeugen von meiner Beute…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine Herausforderung, knapp und kurzweilig zu berichten, was und wie Georg und ich unsere Reise erlebt haben. Allein wird es dem Leser schon Probleme bereiten die Orte, die wir sehen wollten, zu kennen, denn Van und Doğubayazid, Tatvan, Batman und Hasankeyf, Midyat und Mardin (s. Bild), Urfa und Diyarbakir, Malatya, Divriği und Sivas, Amasya, İnebolu und Kasaba sind nun wirklich nicht die Hauptreiseziele des Ottonormal-Touristen. Doch, hört, hört, immer wieder mussten wir in dieser letzten Ecke Anatoliens, 1000 km weg von Istanbul und der vermeintlichen Zivilisation hören, dass „dieses Jahr die Deutschen nicht kommen – nur wegen der Fußball-WM“. Für gewöhnlich lassen Schliehmanns Erben also sonst grüßen, dieses Jahr jedenfalls schickten sie uns als hoffentlich würdevolle Vertreter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wir entdeckten, waren Stätten (und offensichtlich auch Greise) biblischen Alters, von Zivilisationen erbaut und anderen Zivilisation zerstört; was wir sahen, waren die kahlen, harmonischen Berge Kurdistans, die iranische Hochebene und das syrische Tiefplateau, die Täler von Euphrat und Tigris sowie (ich als in der zweiten Reisewoche Alleinreisender) die Getreide- und Reisanbaugebiete von Sivas und Amasya, die tiefgrünen Berge und Täler des Nordens und einen Teil der langen, windigen und hochromantischen Schwarzmeerküste. Was wir schmeckten, waren die Fleischvarianten des Südostens, Fisch aus dem Tigris, selbstgemachtes Fladenbrot von Sinans Mutter in Tatvan, das zähe Eis nach Karamanmaraşer Art, die Weltexporthits: Aprikosen aus Malatya und Wassermelonen aus Adana, sowie die unbezahlbare Schwarzmeer-Delikatesse „eine große Schüssel frische Walderdbeeren“. Was wir fühlten, das war ostanatolischer Sommerregen wie auch mittelöstliche Sommerhitze; das waren die einzigartigen Wasserqualitäten von Vansee, Tigris und Schwarzmeer; das waren aber vor allem die Wärme und Gastfreundschaft von Kurden, Türken, Arabern, Zentral- und Nordanatolen und ihren heute vermischten, ab- und rückgewanderten Abkömmlingen:&lt;br /&gt;„Was Du kommst aus Bayern? Hab ich doch in Alanya elf Jahre ein Restaurant gehabt, die Bayern waren mir immer die liebsten Gäste… Willst Du ein paar Vorspeisen? Dann lass ich Dir gleich den ganzen Wagen herfahren, nimm Dir soviel Du willst!“, meinte İlahattin, Restaurantbesitzer in İnebolu.&lt;br /&gt;„Unser Hotel ist zwar voll, aber für Euch räumen wir ein Esszimmer aus und richten es als Schlafraum ein. Morgen könnt Ihr ja dann umziehen!“, hieß es im Cevahir Hotel in Urfa (und das Esszimmer sah super aus!).&lt;br /&gt;Erkan aus Diyarbakir sagte: „Wenn Dir irgendwas fehlt, ruf mich an. Egal ob Dir hier oder irgendwo sonst im Südosten was passiert, ruf mich an!“&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Und Sinans Vater, Seyithan Amca ließ keine Diskussion aufkommen: „Für heute und morgen seid ihr Gäste in meinem Haus und bei meiner Familie.“ Und als Georg und ich tagsdrauf ausgeschlafen und gesättigt Abschied nahmen, meinte er, es wäre für ihn so gewesen, als wenn seine zwei Ältesten, Sinan und Mimar, hier gewesen wären…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Anatolien-Reise ging zu Ende. Die Route machte ein umgekehrtes S, ein Fragezeichen also, über eine türkische Landkarte. Vieles bleibt mir immer noch fremd. Doch ich glaube den ein oder anderen Schlüssel zum Verständnis dieses Volkes entdeckt zu haben. Ich wage nach diesem Studienjahr zu behaupten, dass die oft diagnostizierte Zerrissenheit der türkischen Gesellschaft in der Radikalität seiner jüngeren Vergangenheit begründet liegt: der radikale top-down-Reformismus Mustafa Kemals und der radikale Atatürkismus der nachfolgenden Eliten in Staatsdienst und Militär; die Zerwürfnisse, die linke und rechte, radikal-religiöse und radikal-laizistische Ideologien dieser Gesellschaft beigefügt haben; die öffentlich konstruierten Bedrohungsperzeptionen, die die Türken glauben ließ und bis heute glauben lässt, dass der Türke nur einen Freund auf dieser Welt hat: den Türken selbst - eine Verschwörungstheorie, die radikal mit der türkischen Gastfreundschaft bricht.&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Während ich diese Thesen vornehmlich aus der an der Uni gelesenen Literatur entnommen und in der Realität zumindest partiell und jenseits des doch sonst so normalen Alltags bestätigt wahrnehmen konnte, brachte mir meine Reisen noch eine weitere Erkenntnis:&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Ich glaube, dass diese Gesellschaft, anders als die gemeine europäische bis heute ihrer nomadischen Wurzeln nicht entwachsen ist. İstanbul ist eine Ansammlung von Migranten, nicht wie New York oder London mit Migranten aus allen Teilen der Welt, sondern aus allen Teilen der Türkei. İstanbul ist das Hauptzelt dieser physisch zwar niedergelassenen Nomaden, deren tiefere, seelische Wurzeln immer noch in ihren Dörfer und Städte in allen Teilen Anatoliens (oder gar auf dem Balkan, im Nahen Osten, Kaukasus oder in Zentralasien) liegen. Ich habe gesehen wie reich und vielfältig dieses Anatolien ist – im Essen und in der Musik genauso wie in der Sprache und im Verhalten der Menschen. Trotz aller Probleme, die dieses Land hat, seien sie politisch-militärisch, wirtschaftlich, sozial oder menschenrechtlich, trotz aller Schwierigkeiten, die die Menschen mit- und untereinander und mit der Last ihrer radikalen Vergangenheit  haben, empfinde ich die mir bewusst gewordene Vielfalt dieser anatolischen Kulturen als ein höchst faszinierendes Phänomen, das näher entdeckt und dessen Potenzial noch viel mehr ausgeschöpft werden kann. Dieses Potenzial nennt sich „Einheit in Vielfalt“ und es soll, für viele Europäer immer noch unbewusst, auch das Potenzial ihrer gemeinsamen Entwicklung und Zukunft sein. „Einheit in Vielfalt“ ist bekannt als das Idealziel europäischer Einigung, das Kernelement des kosmopolitischen Europas. Ich sehe die Türkei als Mittel zum Zweck, dieses uns verbindende und gemeinsame Ziel verfolgen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zehn Monaten und dieser intensiven zweiwöchigen Reise freue mich auf Deutschland, wenn es mir auch total unbekannt vorkommen wird, dieses Land von Angela Merkel und WM 2006. Ich freue mich auf Euch, die Freunde, und auf das baldige Wiedersehen. Und selbstverständlich ist die Freude auf meine Familie grenzenlos.&lt;br /&gt;Ich danke meinen Lesern und Blogbesuchern, ihnen sei gesagt, dass ich weiter schreiben werde für die neu gewonnenen Freunde und Bekannte in Türkiye und abroad (ergo auf Türkisch oder auf Englisch). Es dankt herzlichst und verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus İstanbul&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-115314514470006674?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/115314514470006674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=115314514470006674&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/115314514470006674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/115314514470006674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/07/anadolu-istanbul-und-die-merkelsche.html' title='Anadolu, İstanbul und die Merkel&apos;sche Post-WM-Republik'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-115135728497277162</id><published>2006-06-26T23:41:00.000+03:00</published><updated>2006-06-28T02:50:20.563+03:00</updated><title type='text'>Doppelpacken</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/HPIM5247.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/HPIM5247.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Merhaba, selam alaykum, rozbaş - die wichtigen Wörter der nächsten Wochen, "Servus" für die Völker Anatoliens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe gestern angefangen meine Koffer zu packen. Ein doppeltes Packen - nicht nur für meine nun beginnenden Reisen zu Türken, Arabern, Kurden, (Rest-)Armeniern etcetera pp., sondern auch weil das Bilgi Wohnheim weitgehend geräumt wird für hier bald akkommodierenden StudentInnen der Bilgi Summer School. Was für andere also ein Desaster ist, weil sie nun nicht wissen wohin mit ihren Home-Cinema-Anlagen, illegal-DVD-Sammlungen und - freilich - Studienbüchern, ist für mich zwar eine organisatorische Herausforderung angesichts der tatsächlich siebenhundertsiebenundsiebzig Sachen, aber im Verhältnis dann doch ein überschaubares Unterfangen. Und trotzdem: noch einmal Wäsche waschen, Reisetaschen mit Krimskrams füllen, Unnötiges entsorgen - mal wieder unglaublich, was sich alles ansammelt in nur einem Jahr... Jedenfalls werden zwei Taschen gepackt: die eine mit den nicht-Kurdistan geeigneten Dingen, die andere mich für den Trip ausstaffierend angelegt. Öff! (türk. Ausdruck der Erschöpfung)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurdistan? - Ja, richtig gelesen. Um genau zu sein: morgen nachts kommt Georg aus München, und am Morgen des 29. Juni geht unser Pegasus Flug mit Zwischenstopp Ankara nach Van. Von dort aus reisen wir zusammen eine knappe Woche durchs Land der Kurden (oder offiziell "Südostanatolien", damit sich die Araber, Türken, Armenier etcetera pp. nicht diskriminiert fühlen) mit Unterbrechungen in Doğubayazid und Akdamar, Batman und Hasankeyf, Mardin und Midyat, Şanlıurfa und Diyarbarkir für a) Sightseeing, um b) die angeblich beste Küche der Türkei zu genießen und das alles c) ohne ein Spiel der deutschen Elf auszulassen. (Jut macht ihr dat, Jungs!)  Am Abend des 7. Juli gehts für Georg wieder heim und ich werde mich langsam von Stadt zu Stadt und Freund zu Freund Richtung Westen tingeln - Public Relation quasi. Denn wenn die Türkei schon nicht nach Deutschland durfte, dann kommt Deutschland eben in die Türkei. Der Freund zu Gast in der Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um jedoch keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: dem Reiseziel liegt weniger die Intention zu Grunde, Urlaub zu machen, als denn Feldstudien zu betreiben: Welchen Blick hatte denn der Işak Paşa als er von seinem Palast in Doğubayazid hinüber nach Persien sah? Hört dort Europa auf oder kann der noch immer unterentwickelte Geist des kosmopolitischen Europas bis dorthin getragen werden? Oder haben ihn die türkischen und kurdischen Migranten, vor Jahrzehnten nach Westeuropa kommend und seither zwischen den Welten, auf der Brücke des transnational space lebend, nicht gar dort entwickelt - diesen Gedanken, dass die Andersheit des Anderen einfach zu akzeptieren ist um aus der Vielfalt der Differenzen das Höchstmaß an Potenzial gewinnen zu können? Ich werde kommen, sehen und berichten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits möchte ich jedoch auch jegliche Bedenken aus dem Weg räumen, dass nach all der getanen Arbeit (wie im letzten Semester in allen Kursen mit A geglänzt!) mein Urlaubsbedüftnis keine Befriedigung gefunden hat. Nein, letzte Woche gings für ein paar Tage nach Bodrum zu Naomi und Mert (Misafirperverliğinizi için çok teşekkür ederim, arkadaşlar!), anschließend mit den Griechen Antonis, Alexis und Eleni per Bus nach Dalyan, Fethiye, Ölüdeniz und Faralya, wo obiges Foto mit Elenis Paragliding-Trainern beim Après-soleil-Grillen entstand. To you as well, dear Hellenics: Efharistó!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schluss jetzt! Morgen muss ich früh raus, die letzten Dinge erledigen, zu Ende packen, mich von Susana und Julien, Aycın und Mark sowie einigen anderen verabschieden und gen Abend zum Flughafen fahren um "den Ağabey" willkommen zu heißen. Rückkehr nach Istanbul geplant für etwa den 15. Juli; bis dahin wird der Blog wohl schweigen. Doch das Ende ist noch nicht erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Saygılarımlar&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir sollten unsere Lebensfrist angesichts ihrer Kürze eigentlich nur für solche Dinge verwenden, von denen wir für morgen ein glückliches Jenseits und eine Stätte seliger Heimkehr erhoffen dürfen."&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;Ibn Hazm al-Andalûzi (993 - 1064)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-115135728497277162?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/115135728497277162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=115135728497277162&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/115135728497277162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/115135728497277162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/06/doppelpacken.html' title='Doppelpacken'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114911922806359933</id><published>2006-06-01T00:40:00.000+03:00</published><updated>2006-06-06T16:55:40.753+03:00</updated><title type='text'>Juni</title><content type='html'>Seit knapp zwei Stunden ist Juni 2006. Für mich heißt das: noch 49 Tage Türkei. Für den großen Rest der Welt dagegen wohl: Football World Championship in Germany. Was besser ist, vermag der Leser für sich zu entscheiden - ich für meinen Teil bin glücklich weder mitsehen noch mithören noch mitkommentieren zu müssen, woran's nun lag, dass... Aber egal, wichtiger ist, dass alles gut läuft, es keine unschönen Zwischenfälle gibt und am deutschen Wesen die Welt genesen soll. İnşallah - dafür bete ich, und dafür, dass meine Nase zu laufen aufhört, die dank überall brummender Klimaanlagen Nebenresultat des nun schon zwei Wochen anhaltenden Sommerwetters ist.&lt;br /&gt;Glückliche Genießer dieses Wetters waren ja bereits schon die Jungwissenschaftler vor knapp drei Wochen, und ihnen gleich tat es vergangenes Wochenende teyze Maxi und enişte Hermann, nach einer langen Phase glücklicher Sesshaftigkeit im schönen Lippertshofen endlich wieder in der Weltgeschichte herumreisend. So wurden beide freudigst "Hoş geldin!" geheißen und ebendiese Freude wurde gefunden: in der Hagia Sofia und Sultanahmet, in der İstiklâl Caddesi und Beyoğlu, in den Fischlokalen Ortaköys und Kumkapıs, unter den Kuppeln der Bazaare und selbstverständlich auf den Stadtterrassen mit Bosporus- und Metropolenblick.&lt;br /&gt;Liebe Maxi, lieber Hermann, es waren rakıseelig-lustige, unvergessliche Tage mit Euch, für die ich Euch von Herzen danke!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von diesem Besuch ereigneten sich noch zwei weitere, erwähnenswerte Dinge in dieser Maihälfte: am 19. Mai feierte die Türkei den 87. Jahrestag der Ankunft Mustafa Kemal Atatürks und seiner Gefolgsleute in Samsun - der offizielle Beginn des türkischen Unabhängigkeits- oder Befreiungskrieges, später dann der Jugend und dem Sport gewidmet und daher mit viel Pomp und Circumstance gefeiert. So wurden meine jüngfräulich westdeutsch-demokratischen Augen und Ohren im Beşiktaş-Stadion einem Spektakel mit vielen rot-weißen Fahnen, Fähnlein und Menschenbildern, "Wie-froh-ein-Türke-zu-sein"-Spruchbändern und "Atatürk-wir-folgen-Dir"-Slogans gewahr. Um ehrlich zu sein, ja, ich war geschockt, fühlte ich mich erinnert an Bilder vielleicht aus Moskau in den 1960ern oder Berlin in den 1930ern. Ich fragte mich ob die Fratze der Demagogie und des Populismus' je ihr fieses Lächeln verliert? Und schafft es die EU, den manipulierten Türkinnen und Türken die seit Sèvres 1920 aufoktroyierte Angst vor dem "inneren" und dem "äußeren Feind" zu nehmen, indem sie den selbsternannten Wahrern des kemalistischen Vermächtnisses das Monopol über die Sicherung der republikanischen Souveränität entreist durch das Instrument der demokratischen Stabilisierung genannt Erweiterung?&lt;br /&gt;Dass Hilfe nötig ist, wurde mir auch gestern erneut bewusst als ich an einer elfstündigen Tour in den Istanbuler Osten teilnahm. Mit Orhan Esen, Wirtschafts- und Sozialhistoriker und Urbanisierungsforscher (&lt;a href="http://www.perlentaucher.de/buch/21262.html"&gt;http://www.perlentaucher.de/buch/21262.html&lt;/a&gt;) ging es auf illegalen Highways in die asiatische Peripherie der Stadt, in die Gecekondus der ersten, zweiten und dritten Generation an Immigranten und kriminellen Landmafiosi (oder sog. "informellen Entwicklern"); in gated communities, d. h. hoch ummauerte Einfamilien-(Alb)Traumhaus-Siedlungen für hunderte und tausende von Menschen, die zu Hauf am östlichen Stadtrand entstehen und eine ideale Welt mit Swimmingpool, Grünflächen und Freizeitanlagen vorgaukeln, während außerhalb der Mauern der Moloch seine Opfer frisst. Und vom Altındağı-Hügel erblickte man nicht nur die neue Formel1-Strecke im eigentlich dem Naturschutz zuzuschreibenden Gebiet, sondern auch die überlebenswichtigen Wasserspeicher der Stadt, deren Sauberkeit und Natürlichkeit unter der fortschreitenden Ausbreitung der Siedlungs- und Industriefläche zu leiden haben. Und es schien, als würde der Sommerwind die leisen Hilferufe der Stadt heranwehen, die der Verkehrslärm im Zentrum sonst immer erstickt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Istanbul - nach achteinhalb Monaten heißt's langsam Abschied nehmen. Noch nicht Abschied Richtung Fussballweltmeisterschaftsausträger 2006, sondern erstmal in die Gegenrichtung. Die Vorlesungszeit geht zu Ende und nach den kommenden Final exams plane ich ein paar Wochen Herumreisen in Anatolien. Genaue Etappenziele, Dauer und Mitreisende sind noch weitgehend unbekannt, aber die Konzeptionsphase läuft bereits. Die Rückkehr nach Istanbul ist geplant für Mitte Juli und nach ein paar Tagen des Abscheidens werde ich am 19. Juli meine (eher siebenundsiebzig denn) sieben Sachen packen. Bis dahin werde ich mich aber sicherlich noch einige Male an diesem Ort melden, lade den geneigten Leser also herzlich ein, meiner Seite die Treue und Neugier zu halten und verbleibe mit den besten Grüßen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114911922806359933?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114911922806359933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114911922806359933&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114911922806359933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114911922806359933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/06/juni.html' title='Juni'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114781833569611446</id><published>2006-05-16T23:42:00.000+03:00</published><updated>2006-05-21T14:29:40.813+03:00</updated><title type='text'>Sonderbericht des Orientinstituts İstanbul</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/P5130696.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/P5130696.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Seminarreise dreier Forschungsreisender aus dem süddeutschen Raume nach İstanbul&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag, den 11. Mai 2006 hieß das Orientinstitut İstanbul die drei Jungwissenschaftler Dipl. hist. Georg Schulz für interkulturelle Geschichts- und Kommunikationsstudien, Dipl. phys. Thomas Kaindl für geophysikalische und energetische Experimentation und PD Stephan Schmatz für sicherheitspolitische Analyseforschung und Gender Studies in seinen İstanbuler Forschungszentren Willkommen. Vor allem das Einholen von Information über unbekannte Forschungsbedingungen, die Präsentation neuer Forschungsergebnisse sowie Feldstudien im Bereich des interkulturellen Austausches standen auf dem Programm der Reisenden. Die Wissenschaftler absolvierten dabei nicht nur mit großem Interesse und Wissensdrang das vielseitige viertägige Programm, sondern trugen daneben auch mit der Weitergabe eigener Erfahrungen an das hiesige Publikum für die grenzüberschreitende und kulturübergreifende Ausbreitung des universalen wissenschaftlichen Geistes bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Erfrischungs-Çay im Instituts-eigenen Çaybahçesi in Cihangir ging es zu einem ersten Meeting mit türkischen Jungforschern in das Forschungszentrum Tophane/ Karaköy, worauf ein abendlicher Willkommens-Empfang der Institutsleitung in Beyoğlus Çiçek Pasajı folgte. Die weiteren Tage gestalteten sich wie folgt: Freitags besuchte die Gruppe das geschichtswissenschaftliche Seminar im alten Stamboul, wo insbesondere Dipl. hist. Georg Schulz neueste geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse über die römischen und osmanischen Monumente rund um das ehemalige Hippodrom vorgestellen konnte. Dem Freitag folgte das Übersetzen per Fähre nach Kadıköy am Samstag, sowie eine Dolmuş-Fahrt von dort nach Nişantaşı - Programmpunkte, die v. a. aus der Pespektive metropol-urbaner Verkehrssicherheit von besonderer Bedeutung sind und wofür PD Stephan Schmatz mit seiner Expertise umfassend Einblick in die Materie geben konnte. Ebenso stand PD Schmatz auch für Fragen der Gender Forschung zur Verfügung, zumal dies im interkulturellen west-östlichen Zusammenhang nicht nur große Aufmerksamkeit verdiente, sondern auch auf gesteigertes Interesse von Seiten des Publikums stieß. Der Sonntag stand dagegen ganz im Zeichen geophysikalischer Forschung, was angesichts der spektakulären Kontinentalkollision des Bosphorus' selbstverständlich auch nicht verwunderte. Dipl. phys. Thomas Kaindl konnte auf der angesetzten Schifffahrt nach Anadolu kavağı dabei mit interessanten Informationen aus seinem reichen Fundus geophyikalischer und energetischer Zusammenhänge und Gegebenheiten sowohl das Laien- wie auch das Fachpublikum in Staunen versetzen.&lt;br /&gt;Selbstverständlich benötigte diese reich gefüllte Seminaragenda auch ihre Verschnaufpausen. So wurde ein Rahmenprogramm konzipiert, bestehend aus weiteren Empfänge in trauter Runde, ungezwungenen Gespräche am Kaminfeuer und ein ereignis- und abwechslungsreiches Soiréeprogramm, das es ermöglichen sollte, die neu gewonnenen Einblicke zu vertiefen und in gemütlicher Atmosphäre verabeiten zu können. Ebenso war auch der freie Montag, der von der Seminargruppe vor allem für Besuche auf dem Kapalı Çarşı, dem großen Bazaar genutzt wurde, als Erholungstag geplant worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Orientistitut hofft, den Wünschen seiner Gäste gerechet geworden zu sein. Es freute sich außerordentlich dem in İstanbul versammelten wissenschaftlichen Nachwuchs sowohl aus Deutschland wie auch aus anderen Teilen der Welt, sei es aus dem Gastland Türkei, aus den Vereinigten Staaten, Iran oder Kolumbien eine Platform für Kontakt, Austausch und Kennenlernen geboten zu haben und hofft, dass hieraus fruchtbare transnationale Kooperation entstehen mag. Das Institut dankt seinen Gästen für ihr Kommen, versichert, dass seine Tore immer offen stehen werden und freut sich, hiermit die Einladung für einen Gegenbesuch im Juli annehmen zu dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;i. A. der Institutsleitung&lt;br /&gt;Ludwig Paşa &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114781833569611446?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114781833569611446/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114781833569611446&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114781833569611446'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114781833569611446'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/05/sonderbericht-des-orientinstituts.html' title='Sonderbericht des Orientinstituts İstanbul'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114685003113559979</id><published>2006-05-05T19:28:00.000+03:00</published><updated>2006-05-09T00:30:01.156+03:00</updated><title type='text'>Wechselhaft</title><content type='html'>Wechselhaft ist das Wort der Wochen, denn es trifft derzeit nämlich auf recht viel zu. Am wenigsten überraschend vielleicht: das Wetter - schlicht weg aprilig, einen Tag warm und sonnig, dann wieder kalt und regnerisch. Wenn man sich allerdings ein paar der über drei Millionen blühenden Tulpen ansieht, die das hiesige Gartenbauamt über İstanbul verstreut hat, so ermöglicht dies zumindest den kommenden, wieder gehenden, wieder kommenden Frühling erfühlen bzw. erhoffen zu können. Doch auch die Freude über allerlei von unten Sprießendes schafft es nur bedingt, die angestrengten Nerven über das von oben Kommende zu entspannen. Zwar nahm so manch feuchte Luft meiner leicht Schwarzmeersonnen-verbrannten Haut sowohl Röte wie auch Hitze, fuhr andererseits jedoch meinen Urlaubsplanungen für den Spring Break kräftig zuwider: statt wie üblich zentralanatolischen Sonnenschein vorauszusagen, hieß es für den von mir geplanten Reisezeitraum "Kappadokien - Schauer, zehn Grad" (ebenso wie im restlichen Anadolu). Hätte sich vielleicht eine Gruppe versammelt gehabt, die den Trip zu den Steindomen, Felsformationen und frühchristlichen Eremitenkirchen geplant und durchorganisiert hätte, wäre es vielleicht sogar trotz des Wetters zu der Reise gekommen. Aber auch diesbezüglich wechselte ständig die Schar begeisterungsreicher, aber finanz- oder zeitarmer Interessenten. Immerhin gings mit Nesrin auf einen Tagesausflug nach Edirne - eine nette Fahrt nach Thrakien an die bulgarische Grenze, wo die Moscheen schön und alt und die Atmosphäre ein wenig südbalkanisch scheint. Und Kappadokien: dorthin gehts nun Mitte Mai, wenn sich 6000 Studenten aus dem In- und Ausland auf Einladung und Kosten des türkischen Kultusministeriums dort begegnen sollen... Man darf schon mal gespannt sein auf das Setting und die organisatorischen Großleistungen, die es zu erbringen gelten wird!&lt;br /&gt;Der Ausflug nach Edirne markierte gleichzeitig den Beginn des Besuchertanzes in den İstanbuler Mai: nach den Eltern, die vergangenes Wochenende noch einmal nach dem Rechten sahen, folgen nun Mitte Mai der Besuch von Georg, Stephan und Tom (das "Kulturprogramm" steht bereits, Jungs), und nach der Kappadokienreise werden Teyze Maxi und Enişte Hermann willkommen geheißen. Die İstanbuler Klinke wechselt kräftig die Hände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das wird es mir i. Ü. ein wenig schwer machen, den Blog ähnlich aktuell zu halten, wie es der geneigte Leser vielleicht gewohnt war. Zugegeben, nicht nur der Blog wird unter dem umfangreichen Programm zu leiden haben, sondern auch ein wenig die Uni-Attendance (nicht aber die dort zu erbringenden Leistungen, denn hierfür habe ich a) vorausarbeitet oder b) bereits schon die für effizient befundenden Schafsdöner ins Trockene bzw. ins Brot gebracht. Ganz im Sinne des arabischen Sinnspruchs "Wer mit Bedacht handelt, erreicht , was er erstrebt.")&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwar wird nun mancher denken, dass mein Programm ziemlich voll ist - und, ja, es stimmt ja auch, es ist voll. Nach dem Besucherreigen heißt's lernen für die Final exams, Klausuren und schreiben der Research Papers. Dann beginnt die vierwöchige Reisezeit, die sicherlich wieder zahlreiche neue Erlebnisse, Eindrücke und Gigabytes an Fotomaterial bringen wird bevor es gegen Mitte Juli zurück nach İstanbul und am 19. Juli zurüück nach Alemanya gehen wird. Ja, ich sehe das Ende kommen (auch wenn die Reisewochen selbst noch im Nebel des Ungewissens liegen) - ein Aspekt, der auch meine Stimmung recht wechselhaft macht. Mal freut's mich, was (und jetzt natürlich auch wer) noch alles kommt - mal seh ich das Ende langsam kommen und das stimmt schon seltsam, wenn nicht gar bald traurig...&lt;br /&gt;Doch birgt nicht gar das Ende erst das wichtige Potenzial genannt Zeit? Zeit zum Nach-Denken, Nach-Erzählen, Nach-Träumen nach dem Aufwachen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wenn Du Dein ganzes Leben lang einsammelst, wann willst Du das Gesammelte genießen?" (Tausendundeine Nacht)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114685003113559979?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114685003113559979/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114685003113559979&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114685003113559979'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114685003113559979'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/05/wechselhaft.html' title='Wechselhaft'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114582289316810721</id><published>2006-04-23T20:31:00.000+03:00</published><updated>2006-04-23T23:08:13.210+03:00</updated><title type='text'>Paskalya</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/P4150048.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/P4150048.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es ging einem schön ein wenig ab diese Jahr - das alljährliche "Froche und gesägnete Ostärn" von Johannes Paul II. Stattdessen also erstmalig für die katholische Weltchristenheit eine bayerische Grußformel von Benedikt XVI. - und für mich &lt;em&gt;Paskalya&lt;/em&gt; in und um İstanbul. So stammt das obige Foto vom Schwarzmeerstrand in Kilyos, knappe eineinhalb Stunden nördlich vom europäischen İstanbul. Gemacht hat es Naomi, die am gleichen Tag Geburtstag hatte und zu dessen Feier vorgeschlagen hatte, nach Kilyos zum Picknicken zu fahren. Auf der Fotoseite sind nun die dazugehörigen Bilder von Naomi und Müge, Aycin, Mark und mir zu sehen und zeigen nicht nur eine totenstille Karsamstagsstimmung, die aber wie Naomi meinte auch ein bisschen was von Fellini hatte, "denn wir feiern uns ja". Also gab's Sigara Börek und gefüllte Weinblätter von Aycin,  Couscous von Müge, Çorban und Obstsalat von Naomi und von mir grobe Leberwurst von der Oberpfälzer Dosen-Sau, Essiggurken, Silberzwiebeln und Tafel-Meerrettich. Die Flasche Prosecco und der Absolut war außerdem nötig um nicht das Bedürfnis aufkommen zu lassen, auf die in der Osterwoche stattfindenden Midterm-Klausuren lernen zu müssen, und um sich vollends der strahlenden, warmen Sonne zuzuwenden, die auf den menschenarmen Strand am Karadeniz schien.&lt;br /&gt;Tja, Ostern... Stand der Karsamstag atmosphärisch noch also im Zeichen der Tristesse und Melancholie durch die auf Bosporus-Einlass wartenden, unbewegten Tanker, Frachter und Kähne weit draußen sowie wegen der halbversunkenden Schiffwracks und der verlassenen, verrosteten Badeanlage von Kilyos, so gestaltete sich der Sonntag wider Erwarten fröhlich-österlich (obwohl hauptsächlich Geschichtelernen für die Montagsklausur auf dem Programm stand). Stattdessen schaffte ich es, mir um 13.30 Uhr Ortszeit meinen Ostersegen live auf RAI Uno abzuholen und meinen missionarischen Pflichten gegenüber den fragenden muslimischen Stockwerksmitbewohnern nachzukommen, und wurde darüberhinaus noch zum Osterbrunch in den vierten Stock eingeladen. Dort hatten die Polinnen Rosana und Edyta, sowie die Russin Kateryna zwei tschechische Mit-Erasmen und mich eingeladen - und wer hätte gedacht, dass ich auf diesem Wege sogar noch zum Zwiebelschalen-gefärbten und vom polnischen Pfarrer in İstanbul geweihten Osterei und zur Oster-Schokolade gekommen bin. Von katholischer Universalität aber mal wieder keine Spur: Kateryna fuhr gestern zum Ferienbeginn und russisch-orthodoxen Ostern nach Sewastopol auf die Krim und auch unsere Griechen feiern ihr Ágio Pás-cha erst in diesen Tagen. Zu allem Überfluss feierten in diesen Tagen die Juden ihr Pesach und die Muslime begingen ihre heilige Woche, anlässig des 1435sten Geburtstags des Propheten Mohammed. Warum das so ist, das weiß ER nur allein. Aber "wer meint, dass das Begreifen der göttlichen Dinge auf strengen Beweisen beruhe, der hat eine zu enge Vorstellung von der Weite der Barmherzigkeit Gottes", meinte al-Ghazzali (1058 - 1111).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mutlu paskalyalar, frohe Ostern&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114582289316810721?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114582289316810721/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114582289316810721&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114582289316810721'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114582289316810721'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/04/paskalya.html' title='Paskalya'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114461636282442459</id><published>2006-04-09T22:39:00.000+03:00</published><updated>2006-04-09T23:59:22.866+03:00</updated><title type='text'>Staatsbesuch</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/P3310166.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/P3310166.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Kronprinzenpaar aus dem Königreich Bayern auf zehntätigem Staatsbesuch im Osmanischen Reich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei weiß-blauem Himmel landeten Kronprinz Georg und Prinzessin Sandra von Bayern am 30. des März mit der kgl. bayer. Lufthansa und wurden am İstanbuler Hafen vom Sondergesandten der Divan-Regierung des Sultans, Lütfü Paşa, und der Nizamiye-Ehrenkapelle willkommen geheißen. Nach dem obglitorischen Austausch erster diplomatischer Necessitäten und dem Anstoßen mit Anis-Schnaps auf die bayerisch-osmanische Freundschaft ging es mit dem königlichen Vierspänner über die Galatabrücke ins europäische Pera, wo sich das Prinzenpaar in seiner herrschaftlichen Residenz, dem Palais Galata Antique, erst einmal von den Reisesprapazen erholen durfte, bevor es am Abend zum Galadinner mit Blick über das abendliche Pera und den Galataturm gebracht wurde.&lt;br /&gt;Die kommenden Tage sahen für das Kronprinzenpaar ein straffes Besuchs- und Begegnungsprogramm vor: mit allen wichtigen Vertreter der Regierung, allen voran die Wesire Sinan, Ferhat, Metin und Noyan, sowie mit den Gesandten anderer Länder und Nationen wurden Empfänge und Diners, Zusammentreffen und Gesprächsrunden arrangiert. Der Sondergesandte Lütfü Paşa organisierte die Tagesausflüge des Prinzenpaares in die Altstadt, nach Eyüp, auf die asiatische Seite sowie selbstverständlich auch auf die Prinzeninseln, wobei Allah den Gästen mit Sonne und angenehmen Temperaturen ein wahrlich königliches Präsent gereichte. Obgleich ein Zusammentreffen mit dem Sultan aufgrund dessen Abwesendheit - er weilt derzeit auf Kampagne im Südosten des Landes, wo kurdische Rebellen wieder einmal die Authorität der Obrigkeit in Frage stellen - nicht möglich war, verschaffte der Sondergesandte dem Kronprinzenpaar trotzdem Zugang zu den Sultansgemächer des Topkapı Sarays.&lt;br /&gt;Versehen mit den größten Ehren, bereichert mit den edelsten Geschenken und genährt mit den höchsten Genüssen, die die osmanischen Küche İstanbuls zu bieten hat, reisten Kronprinz Georg und Prinzessin Sandra von Bayern heute, am Morgen des 9. April wieder nach dem Königreich Bayern ab. Die Divan-Regierung des Sultans hofft, ihnen mit ihren bescheidenen Mitteln jeglichen könglichen Wunsch in Erfüllung gebracht zu haben und betet bei Allah abschließend um ihre glückliche Heimkehr und darum, zum dauerhaften Wohle der bayerisch-osmanischen Beziehungen einen Beitrag geleistet zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;İstanbul, den 9. April 2006&lt;br /&gt;Lüftü Paşa, Sondergesandter&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114461636282442459?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114461636282442459/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114461636282442459&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114461636282442459'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114461636282442459'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/04/staatsbesuch.html' title='Staatsbesuch'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114330779902811378</id><published>2006-03-25T16:57:00.000+02:00</published><updated>2006-03-26T07:30:50.636+03:00</updated><title type='text'>Tire und das Glück</title><content type='html'>Etwas sehr schönes am Auslandsaufenthalt ist die Post, die man bekommt. Nun kommt diese heute ja nicht mehr auf terrestrischem Wege per Bote, sondern als eMail durch den Äther. Und weil das schneller und günstiger ist, kriegt man auch nicht mehr nur einmal Post in langer Zeit, sondern gleich mehrmals täglich. Und so kann's denn auch passieren, dass, wenn man wie ich einmal ein paar Tage nicht mehr zuhause bzw. im WWW war, gleich 38 neue Nachrichten hat, die - Allah sei Dank - nur zu einem Drittel auf Antwort warten.&lt;br /&gt;An alle Absender also: ein herzliches Merci und die Bitte um Geduld, die bekanntlich ja der Schlüssel zur Freude ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tire also hieß das Ausflusziel. Dabei muss der geneigte Türkeifreund wissen, dass Tire eine Kleinstadt mit zwischen 40 und 60 Tausend Einwohnern ist (so genau weiß das keiner) und etwa eineinhalb Autostunden südöstlich von İzmir liegt. Und er muss wissen, dass Metin Sarayköylü von dort kommt - ein Umstand, der der Grund meiner Reise war. Denn Metin wollte mir vieles zeigen:&lt;br /&gt;- den gebürtigen Tireli und LKW-Fahrer Ferhat, der uns mit seinem 20-Tonner in acht Stunden von Istanbul nach Tire brachte und mir das Dasein der türkischen Trucker zeigte (inkl. des Straßenverkehrsvokabulars);&lt;br /&gt;- seine Eltern, deren Leben sich für gewöhnlich nicht in der Erdgeschosswohnung sondern auf der Sonnenterrasse abspielt; ergo seinen Vater, der in einer Käserei arbeitet, und seine Mutter, die zuhause den Haushalt macht, weder Kopftuch trägt noch betet, jedoch den deutschen Gast gern als Neumuslimen gewonnen hätte, den man an die Nachbarstochter hätte verkuppeln können. (Allerdings hätte dies vorher einen kleinen Eingriff unter meiner Gürtellinie vorausgesetzt... Letztlich konnte ich mich also den Avancen erwehren!);&lt;br /&gt;&lt;div&gt;- seine Verwandten, vom amca, der die Familienkäserei leitet, über die teyze, die vor fünf Jahren nach Amerika ausgewandert war und jetzt ganz glücklich endlich wieder Urlaub in der Heimat macht (mit den Söhnen Emre und Eren, die mal Türkisch, mal Englisch reden), bis zum enişte, der mal Tires Bürgermeister von der Mutterlandspartei war und die Stadt mit Parks, Teichen und Arbeitsplätzen bei British American Tobacco versah, dann aber die Wiederwahl verlor, weil er nicht, wie sein Konkurrent von der AKP, jedem Wähler 100 Lira schenkte;&lt;/div&gt;- seine ehemaligen Schul-Freundinnen, die ihn allesamt bewundern, weil er sooo nett ist, und die alle ihre Universitäten in Aydın, İzmir, Ankara und wasweißichwo übers Wochenende verlassen mussten, weil Metin mit seinem deutschen Freund aus İstanbul kommt;&lt;br /&gt;- sein Gymnasium, über das Mustafa Kemal Atatürks Blick wacht, mit seinen Lehrern, die Metin noch gut im Gedächtnis haben, weil er so ein guter Schüler war, und mit denen ich Englisch reden musste, damit ich sehen konnte, dass mein Englisch besser war als ihres (inkl. dessen des Englisch-Lehrers);&lt;br /&gt;- Tires Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich allesamt zu kennen scheinen (abgesehen von den Zigeunern und Kurden, die man nicht kennen will) und landesweit - und nun auch durch diesen Blogeintrag - für ihre Freundlichkeit und gute Laune berühmt sind;&lt;br /&gt;- Tires Einzigartigkeit durch "den größten Dienstagsmarkt der Türkei" (Metin), dem "einzigen Hamam-Holzcolg-Macher der Ägäis" (Metin), der "grünsten Stadt weit und breit" (Metin) usw.&lt;br /&gt;- einen der wohl unislamischsten Orte der Türkei, Şirince, ein Bergdorf in der Nähe von Selcuk, der bekannt ist für seinen Wein und seine Degustiations-Busreisen aus der näheren und weiteren Umgebung (so beispielsweise der Wochenend-Shuttlebus Ägäis Universität İzmir - Weinkelterei Helmut Krauss Şirince);&lt;br /&gt;- die Ruhe, Gelassenheit und Gemütlichkeit des Lebens im beschaulichen, sonnenbeschienenen, frühlingshaften und wunderbar farbenfrohen Tire...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Doch soll dies alles wahrlich nicht in Gehässigkeit stehen bleiben. Zwar musste ich wirklich das ein oder andere Mal schmunzeln über die Kleinstädtigkeit Tires und der Tireliler, aber mein Gesamteindruck ist schließlich doch der eines sympathischen Ortes der Westägäis in Ausflugsentfernung von İzmir, Ephesus oder dem Meer. Es ist kein von der Außenwelt abgeschnittenes Dorf, aber natürlich auch kein Istanbuler Großstadtchaos. Metins Eltern verlassen den Ort nur alle heilige Zeiten und dann nur in die Umgebung zum Verwandtenbesuch. Sie haben ja alles, sagen sie, was man braucht: ein Dach über den Kopf falls es doch mal länger regnet; Arbeit um sich frischestes Gemüse und Obst, Fleisch und Käse aus der Stadt oder vom umwerfend reichen Markt holen zu können; Allah falls es doch mal brenzlich wird oder um mal Danke zu sagen; und die drei Söhne, aus alldenen was wird: Faik arbeitet beim türkischen Geheimdienst, Mutlu leistet seinen Militärdienst in Istanbul ab und Metin beginnt sein Mathematik-Studium an Bilgi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesen Tagen kann man also schon mal fragen: braucht's eigentlich den ganzen Rest? Die neusten Moden, neusten Nachrichten, neusten Unwichtigkeiten? Nun, ich glaub schon. Aber schön, wenn man weiß, dass es auch ohne geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grüezi&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Das Tire-Bildmaterial kann nun auch online jedoch leider in schlechter Handy-Qualität begutachtet werden, denn meine Pentax Optio 330 hat nach fünf Jahren und 6000 Bildern den Geist aufgegeben. Mal sehen ob die neue Olympus C-765 hält, was sie verspricht...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114330779902811378?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114330779902811378/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114330779902811378&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114330779902811378'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114330779902811378'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/03/tire-und-das-glck.html' title='Tire und das Glück'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114218712579722954</id><published>2006-03-12T17:53:00.000+02:00</published><updated>2006-03-12T20:12:05.910+02:00</updated><title type='text'>Was ist passiert?</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP6015.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP6015.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was passiert ist? Nun, irgendwie nicht viel - was wohl auch der Grund für meine längere Schreibabstinenz gewesen sein muss. Während Mitteleuropa im Schnee versank, gings hier mediterran-wechselhaft weiter - zum Leidwesen so mancher Gesundheit (nach Sinans und anderer Nasen läuft jetzt auch meine) und auf Kosten des Istanbuler Erlebnispotenzials. Anders ausgedrückt: hab das Wetter genutzt und bin in die Uni gegangen statt Sightseeing-Lücken zu schließen. Somit heißt's also nun wieder Horizonterweiterung, und diesmal ganz im Zeichen der Türkei: jeweils ein Kurs zur Geschichte, zur Politik, zur Kultur und Gesellschaft und zur Sprache werden von mir besucht und handeln allesamt durchwegs interessante Sujets ab. Man darf gespannt sein! (Obgleich der Frühlingsvorspann schon hat anmerken lassen, dass er den Kampf mit der Uni-Attendance aufnehmen möchte...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls hat das Semester nicht nur neue Kurse sondern auch neue Erasmen gebracht - und Europa hat dabei einen Ruck nach Nordost gemacht: die deutsche Dominanz des letzten Terms wurde gebrochen von vier Tschechen, zwei Polinnen und einer Russin. Die vierköpfige portugiesische Fraktion wurde auf zwei Köpfe reduziert, die Schwedin Maria wurde gleich durch drei Landsfrauen ersetzt und mit Zarife kam eine türkische Holländerin. Außerdem hat mein Dorm-Stockwerk Zuwachs von zwei Griechen erhalten. Schließlich also bin ich (mit Nesrin) der einzige Almanlı im Dorm bzw. durch meine Umbennung in "Lütfü" durch die türkischen Freunde ist meine Turkifizierung eh weiter im Fortschreiten begriffen.&lt;br /&gt;(Richtig kosmopolitisch gings außerdem gestern bei Juliens Geburtstagsparty zu, als sich dort zu den bereits genannten Nationalitäten noch Franzosen, Italiener, Spanier und DänenInnen gesellten. &lt;a href="http://www.cafe-international.com/"&gt;http://www.cafe-international.com/&lt;/a&gt; ließ grüßen!) Mal sehen, wie sich der Gen-Pool vermischt und was alles in der zweiten Hälfte meines Aufenthalts mit mir und meiner Welt passieren wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was alles passiert? Die Zeitungen, Magazine, Fernsehsender und Homepages verraten es uns heute ja fast schon ohne, dass wir es wollen. Begriffe wie Islam, Terror, Migranten, al Qaida und Irak, Kampf der Kulturen und Parallelgesellschaften, Mohammed-Karikaturen und Meinungsfreiheit, EU-Beitritt der Türkei, Kurden und Armenier, Nationalismus, Multikulturalismus und Kosmopolitismus scheinen überall zu fallen wie Domino-Steine - automatisch, unaufhaltsam und oft rücksichtslos, sind sie doch gewichtig wie Beton. Manchmal fühle ich mich als würden diese Steine nur so auf mich einprasseln, angestoßen von unbändigen Kräften - weil ich mir dieses spannende Studienfeld als Schwerpunkt ausgesucht habe; weil ich Informationen hierfür brauche, die es abzuwägen gilt um zu einer eigenen, reflektierten Meinung zu kommen; und weil doch die Ereignisse schneller passieren als ich die zuvor geschehenen reflektieren kann... Der Weisheit letzter Schluss, meinte al-Mutamid (1040 - 1095), ist, dass nur der weise ist, der nie weise ist. Die Balance finden zwischen nötiger und unnötiger Information, das Eigene finden in der sprudelnden Quelle der Meinungen erscheint mir angesichts all dessen als das Wichtigste, oder? Sich über das Gute freuen, das heute lacht, und darüber alles Vergangene vergessen. Und an das tunesische Sprichwort denken:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Lebst Du nur unter Einäugigen, so sorge beizeiten dafür, dass auch du nur noch ein Auge hast."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Für die Aufmerksamkeit dankt&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114218712579722954?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114218712579722954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114218712579722954&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114218712579722954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114218712579722954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/03/was-ist-passiert.html' title='Was ist passiert?'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114099226560518941</id><published>2006-02-26T23:15:00.000+02:00</published><updated>2006-02-27T00:17:47.403+02:00</updated><title type='text'>Wolle ma se reinlasse...?</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP6084.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP6084.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bevor's morgen losgeht mit dem Spring term meld ich mich nochmal aus dem bereits schon ein wenig frühlingshaften Istanbul. Jaja, das Wetter hat sich gemacht die letzten Tage seit meiner Rückkehr aus Almanya. Bereits schon am Montag weckte mich die Frau Sonne, als sie in mein Zimmer schien - mein neues i. Ü., denn ich bin ja umgezogen auf die andere, die aussichts- und sonnenscheinreichere Seite des Hauses. Immer noch ein Zweibettzimmer, obgleich mein Roommate Sinan nicht hier ist, sondern seit Wochen wegen einer Beingeschichte an sich herumdoktern lassen muss. Hoffe aber, dass er bald kommt und bleiben kann. Versteh mich nämlich gut mit ihm - ebenso Politikstudent wie ich und ein interessanter Typ, da Kurde aus Bitlis, d. h. Südostanatolien oder wie er sagt "my land".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anyway, habe versucht die Frühlingssonne und -wärme zu genießen. Dienstag hätte ich eigentlich meine Kurseinschreibung machen sollen, aber der kleine Mediterrane in mir meinte, ich sollte dies auf Mittwoch verschieben und mich auf die Wohnheimsterrasse begeben. Die vier Stunden lesen und Musik hören, sonnen und Istanbul lauschen war demnach ... Ihr könnt es Euch denken und gönnt es mich, nicht wahr?!&lt;br /&gt;OK, so denn am Mittwoch die Registration in Kuştepe, wo ich Naomi, Müge, Aycin und Mark traf, die allesamt für den zweiten Term hier bleiben, während sonst ja fast alle die Zelte abgebrochen und ihre Heimreisen angetreten haben. Über die Kurse, die ich mir rausgesucht habe und eben ab morgen auf Tauglichkeit, Anspruch und Arbeitsaufwand testen werde, berichte ich bald.&lt;br /&gt;Bin ja noch in Ferienstimmung, und mit dieser sowie mit Aycin und Mark ging's am Donnerstag zur wunderschön über dem Meer gelegenen Bosporus Universität und nach Belek. Außerdem besuchte ich tagsdrauf mit Metin in ein paar Moscheen und konnte so auch das Freitagsgebet in der Süleymaniye mitbeobachten (was natürlich höchst interessant war, obwohl weder zum Dschihad noch zum verstäkten Kampf gegen Zionismus und Imperialismus aufgerufen wurde. Stattdessen thematisierte der Imam das Alkoholverbot für die Muslime).&lt;br /&gt;Gestern - in Anbetracht von "Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht", das ich vorgestern im Küchenfernseher gesehen und mich dafür dann geschämt habe - wollte auch ich ein wenig Wahnsinn miterleben und bin mit Hayrettin und Enver zum Fussball: Galatasaray İstanbul vs. Manisaspor - Endergebnis 4:2 (Allah sei dank!). Das Spiel war unterhaltsam, die Spieler nicht gut und die Fans entsetzlich fanatisch. Fussball in Deutschland? Lebhaft wie ne Runde Schach. Fussball in der Türkei? Schätze, die Atmosphäre in römischen Arenen war ähnlich erfüllt von gleichzeitig euphorischer Freude und rasendem Zorn - und beides scheint mit dem eigentlichen Spiel nichts mehr zu tun zu haben, sondern ist ein Selbstläufer zwischen den Fanblocks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei. Die Ferien sind vorbei, sie waren ereignisreich und ließen sich genießen. Morgen wird angetreten zum 10-Uhr-Morgenapell und hierfür geht's jetzt ab ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;İyi geçeler wünscht&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114099226560518941?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114099226560518941/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114099226560518941&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114099226560518941'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114099226560518941'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/02/wolle-ma-se-reinlasse.html' title='Wolle ma se reinlasse...?'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-114055593076104040</id><published>2006-02-21T21:57:00.000+02:00</published><updated>2006-02-22T19:39:02.146+02:00</updated><title type='text'>Intermezzo</title><content type='html'>Kalt sah's aus, mein Bayernland, als ich letzten Samstag gegen 18 Uhr aus dem Fenster der LH3351 İstanbul Atatürk Havalimanı - München Franz-Josef-Strauß Flughafen blickte. Kalt, frostig, schneebedeckt. Doch als mich mein Bruder Georg abholte und ich vom Auto aus die Zwiebeltürme der bayerischen Dorfkirchen in abendlichem Licht sah, wurde mir schon a bisserl warm ums Herz. Und den Rest besorgte dann der Willkommensschnaps zuhause bei den Eltern in Ingolstadt.&lt;br /&gt;All dies schreibe ich in der Retrospektive. Gerade sitze ich schon wieder in meinem Wohnheim in Karaköy/ İstanbul. Hier denke ich nun zurück an die vergangene Woche, an Umarmungen und Küsse, Erzähltes und Gehörtes, an Gänsebraten und Apfelbacher, Schweinefilet und Augustiner, an die Eltern, den großen Bruder und die großen Mütter, die Onkel und Tanten, die gesehenen und gehörten Freunde.&lt;br /&gt;Was soll ich sagen? Schön war's. A bisserl anstrengend und stressig schon auch. Aber hier und jetzt merke ich, dass die Pause genau in der richtigen Woche genommen wurde (als nämlich das Wohnheim ausgestorben und das İstanbuler Wetter schlecht gewesen war), dass meine Batterien wieder aufgeladen sind und ich wirklich froh bin, dass Ihr mir alle wieder ein bisschen näher da ward.&lt;br /&gt;An Euch alle ein dickes Dankeschön für Zeit, Wort und Wunsch!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun also: Hadi, hadi! Los, los! Studieren, lernen, erleben! Denn nach einem arabischen Volkslied stand auf Sasans, des Bettlerkönigs, Stabe geschrieben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sich regen,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bringt Segen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein Hund, der sich regt,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Jagt mehr, als ein Löwe, der sich legt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer mitregen will: bin bis 19. Juli hier in "one of the coolest cities in the world" (Newsweek).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selamlar&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-114055593076104040?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/114055593076104040/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=114055593076104040&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114055593076104040'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/114055593076104040'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/02/intermezzo.html' title='Intermezzo'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113950989149915732</id><published>2006-02-09T17:11:00.000+02:00</published><updated>2006-02-09T20:31:34.160+02:00</updated><title type='text'>Antworten</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP5704.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP5704.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und hier nun die Antworten auf die Fragen meines letzten Eintrages.&lt;br /&gt;Zunächst zum Thema Schnee: Väterchen Winter hat in der Türkei verblüffenderweise mehr zu bieten als ich gedacht hatte. Denn das, was manchmal tagelang als Regen vom Himmel runter kommt, kam als Schnee - wodurch doch glatt 30 cm Schnee anhäuften - und ließ die Stadt versinken, verstummen und verunsichern. Schulen dicht, Straßen leer, Geschäfte zu. Und am Lustigsten waren die an manche Autos angelegten Ketten, die mit 70 km/h über die schneefreie Straßendecke ratterten.&lt;br /&gt;Jedenfalls ließ mich der Schnee ein paar schöne Tage erleben: meine Winterspaziergänge führten mich durch Beyoğlu, Nişantaşı und Beşiktaş sowie ans Ende des Goldenen Horns nach Eyüp. Dort, hoch über dem Meer auf der Aussichtsterrasse des Pierre Loti Cafés machte ich die nette Bekanntschaft mit zwei Münchnern, Mischko und Nicola, die ihre Uni-Abschlussreise nach Istanbul machten und denen ich auch noch ein wenig "meine Stadt" zeigen durfte. Grüße an Euch, falls Ihr einen Blick auf meinen Blog werfen solltet!&lt;br /&gt;Wie auf meinen Bildern zu sehen ist, kann der Schnee die Stadt wieder total verändern (oder wie der Schweizer Michael meinte: "Du meinst, Du bist in einer ganz anderen Stadt."). Die Menschen werden ruhiger, weil sie ihre Betriebsamkeit verlangsamen oder unterbrechen. Sie werden kindischer, machen Schneeballschlachten zwischen den geparkten und eingeschneiten Autos, filmen ihre auf Plastiktüten rodelnden Kinder und bauen türkische Schneemänner. Nichtsdestotrotz: was in solch kalten Tagen aus den Müll- und Schrottsammlern, Simit- und Kleinkramverkäufern, bettelnden Frauen und Straßenkindern wird, weiß niemand oder will niemand wissen. Die Metropole, der Moloch frisst seine Opfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun aber zur zweiten Frage - und gleich die Antwort: letzten Samstag fuhr ich für vier Tage mit Musikstudent und Freund Noyan in sein heimatliches Ankara. Knapp fünfeinhalb Stunden auf dem Highway No. 1 der Türkei, wobei wir über eine Stunde brauchten um herauszukommen aus dem Meer Istanbul, dessen Hügel Wellen gleich wogen, auf denen ein Teppich aus mehrstöckigen Kastenhäusern schwimmt. Dagegen Ankara: gerastert, kleiner (4 Mille EW), geordneter, bekömmlicher (allein schon weil auf 1000 m NN gelegen) - und recht unspektakulär. Die Altstadt schön, aber arm und ungepflegt, die Neustadt uncharmanter 1960er Jahre-Chic, irgendwie ... durchschnitts-europäisch. Das Leben spielt sich in Geschäften und Hauptstadt-Verwaltungsbüros ab, abends wird der tote Hund begraben.&lt;br /&gt;Aber wie auch immer. Noyan's Oma, bei der er wohnt, empfing uns typisch großmütterlich ("Was wollt ihr essen? Ich hab fünf Kilo gefüllte Paprika gemacht, reicht das?"), seine malende Mutter ist auf Ausstellungstour in Paris, sein Vater führte mich am Sonntag ins Museum der Anatolischen Zivilsationen, zu Atatürks Sarkophag und Museum am Anıt Kabir und nachmittags ins umweltfreundlich gebaute Landhaus zum Fischgrillen und Rakı-Trinken. Die Bilder sollen für sich sprechen bzw. nur die Bemerkung zulassen: interessant war's und schön lustig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit soll dieser Post ein Ende finden. Er soll die Halbzeit meiner Brückenüberquerung markieren - in meinem Zimmer liegen die Taschen packbereit und warten darauf gefüllt zu werden. Übermorgen gehts für acht Tage nach Old Germany zur Family und den Friends. All jenen, die sich außerhalb Ingolstadts aufhalten, sei gesagt: Sehen werd ich Euch wohl nicht, aber gaaaanz fest an jeden denken! Und jenen, an deren Präsenz ich auftanken darf, sei meine Vorfreude auf ein Wiedersehen gewiss!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kendine iyi bakin, bis die Tage&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113950989149915732?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113950989149915732/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113950989149915732&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113950989149915732'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113950989149915732'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/02/antworten.html' title='Antworten'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113806693320273678</id><published>2006-01-24T02:26:00.000+02:00</published><updated>2006-01-24T13:57:51.540+02:00</updated><title type='text'>Januar-Statement</title><content type='html'>Zeit wird's für ein Januar-Statement!&lt;br /&gt;Denn das neue Jahr hat in vielerlei Hinsicht nicht mit sich lumpen lassen und sowohl neue Erlebnisse als auch Augenblicke des sich Treibenlassens, Geniessens und der Ruhe gebracht. Das verbindende Moment dazwischen: besch... Wetter, durch das man an das warme, trockene Wohnheim gekettet wird, und der dazugehörige Frust, der in Wind und Regen strotzenden Aktionismus mündet. Aber eins nach dem anderen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Vorlesungsende am 6. Januar folgte eine freie Woche anlässlich des muslimischen Kurban Bayramı, des Opferfestes, als İbrahim anstelle seines Sohnes letztlich ein Schaf opferte. (Wer Fotos sehen möchte, wie das Schächt-Ritual in downtown Istanbul begangen wird, möge mich per eMail kontaktieren.) Wie alle religiösen Feste dient auch das Opferfest in erster Linie dem familiären Beisammensein - ergo kam das kalte, regnerische Wetter den zuhause Feiernden entgegen. Stattdessen bedurfte es mir für das eingeplante Sightseeing-Programm dagegen schon einige Aufraffungskraft und - weil's zu zweit immer mehr Spaß macht - eine Begleitung.&lt;br /&gt;Im Folgenden also das immer erst a bisserl widerwillig, schließlich aber doch mit Erstaunen Erlebte in übersichtlicher Kürze aufgezählt und auf der Fotoseite mit Such und Klick dokumentiert:&lt;br /&gt;- mit Kunststudentin Naomi in der Sultanahmed Camii (Blaue Moschee) und im Topkapı Saray;&lt;br /&gt;- mit Nesrin und den zwei Georgierinnen Kristina und Anna in die orthodoxe Weihnachtsfeier am 7. Januar;&lt;br /&gt;- mit Eleonora aus Portugal auf die asiatische Seite nach Üsküdar;&lt;br /&gt;- mit Martin bzw. Dennis erstmalig Schwitzen im Hamam (Cağaloğlu bzw. Süleymaniye Hamamı);&lt;br /&gt;- mit einigen Erasmen in die unterirdische byzantinische Zisterne in Sultanahmet;&lt;br /&gt;- mit Prof. Dr. Murat Belge auf eindrucksvoller sechsstündiger Wanderschaft durch Pera, d. h. das europäisch-griechisch-armenisch-jüdische Beyoğlu des 19. und 20. Jahrhunderts (ein Porträt über einen der kantigsten Intellektuellen der Türkei auf &lt;a href="http://www.tusiad.us/content/uploaded/pw10RenaisanceMan.pdf"&gt;http://www.tusiad.us/content/uploaded/pw10RenaisanceMan.pdf&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass ich über all das lang berichten, erzählen, schwärmen könnte, versteht meine verehrte, geneigte Leserschaft von selbst. Doch soll sich sich doch lieber selbst ein Bild verschaffen, den Weg hierher in den warmen, sonnigen Monaten März, April, Mai oder Juni finden und meine Begeisterung teilen. (Um Rücksprache mit mir angesichts meiner eigenen Reiseplanung wird allerdings dringend gebeten.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei, das Sightseeing ist momentan vorbei, denn die Zeit der Final exams begann letzte Woche und hätte heute seine Fortsetzung finden sollen, wenn ... ja wenn nicht Claus der Eisige aus Sibirien gekommen wäre. Heute fällt den ganzen Tag schon Schnee oder besser gesagt: es flankelt, will sagen: es liegen zwokommafünf Zentimeter Weiß und, unglaublich aber wahr, das öffentliche Leben Istanbuls steht still! Die Klausuren wurden auf nächste Woche verschoben (zum großen Verdruss meiner bereits Heimreise-verbuchten Mit-Erasmen), die Uni schließt für heute und für die nächsten drei (!!!) Tage ihre Pforten (man nennt es "spontane Winter- oder Verkehrschaosferien") und die Straßen sind quasi leer, weil alle zuhause bleiben. Und einmal mehr steht den schnee- und wintererprobten Mitteleuropäern verblüfftes Erstaunen im (diesmal leicht grinsenden) Gesicht geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie lang der Schnee die Flachlandtiroler, die türkischen, noch in seinen Bann zu ziehen vermag, ob mein Kurztrip nach Ankara und Westanatolien nächste Woche klappen wird oder was ich stattdessen unternommen haben werde - all das steht erst im nächsten Eintrag oder es wird davon in multilateralen Verhandlungen während meines einwöchigen Heimaturlaubes berichtet werden. Denn es gilt das türkische Sprichwort "Vakitsiz öten horozun başı kesilir" - dem Hahn, der zu früh krägt, dreht man den Hals um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beste Grüße&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113806693320273678?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113806693320273678/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113806693320273678&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113806693320273678'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113806693320273678'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/01/januar-statement.html' title='Januar-Statement'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113632215703287211</id><published>2006-01-03T21:55:00.000+02:00</published><updated>2006-01-04T12:39:29.713+02:00</updated><title type='text'>Mutlu yıllar!</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP5228.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP5228.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Liebe Leserin, lieber Leser,&lt;br /&gt;ich wünsche Dir von Herzen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches 2006, und ich hoffe, Dein Jahreswechsel war ähnlich fröhlich und ereignisreich wie der meine:&lt;br /&gt;nettes türkisch-deutsches Beisammensein in der Wohnung von Aycin und Mark in Cihangir ab sechs Uhr;&lt;br /&gt;ab etwa zehn Uhr auf Richtung Nişantaşı, wo die Sekunden mit Blick auf den fernen Taksim heruntergezählt wurden (... altı - beş - dört - üç - iki - bir ... oleole!!!), die Korken flogen und die Raketen explodierten;&lt;br /&gt;um eins mit dem Bilgi Uni-Shuttle von Cihangir nach Silahtarağa auf die Bilgi New Year's Party bis um vier;&lt;br /&gt;schließlich noch ein wenig im Wohnheim weitergefeiert und&lt;br /&gt;irgendwann dann doch ins Bett und gaaanz dringend gaaanz lang geschlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles weitere dokumentieren die ausgewählten Fotos, soll zwischen den Zeilen stehen oder von glückseeliger Vergessenheit umnebelt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mutlu yıllar an alle wünscht&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113632215703287211?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113632215703287211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113632215703287211&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113632215703287211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113632215703287211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2006/01/mutlu-yllar.html' title='Mutlu yıllar!'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113577106241068319</id><published>2005-12-28T13:06:00.000+02:00</published><updated>2005-12-28T13:57:42.503+02:00</updated><title type='text'>Weihnachteneujahr</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP4921.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP4921.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zuerst an alle, die mir die Feiertage mit Weihnachtsgrüßen versüßt haben, ein dickes Dankeschön, und ich hoffe, dass das Weihnachtsfest überall ein fröhliches und friedliches gewesen ist.&lt;br /&gt;So war denn auch das meinige...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... jedoch anders als urspünglich geplant: statt zu Dennis' Familie in ihr Ferienhaus nach Dalyan bei Marmaris/ Bodrum zu fahren, entschied ich mich hier in Istanbul zu bleiben. Mit Naomi und Mert aus München, Aycin und Mark aus Berlin und der Strasburgerin Müge wäre dann Plätzchenbacken und Glühkindeling am Nachmittag des 24sten angesagt gewesen, aber die Berliner bekamen Heimweh und nen billigen Flug und alles ward wieder offen. Dann hat mir Martin aus Konstanz angeboten mit ihm und zwei türkischen Freunden zu feiern, die dann aber verhindert waren. Schlussendlich: Treffen mit Martin abends um acht am Taksim, vielleicht in eine Kirche, danach schön essen und später noch ein paar Geschenke auspacken. Hat auch alles so geklappt, wenn gleich die französische katholische Kirche Saint Antoine auf der İstiklâl Caddesi offensichtlich dann nach türkischer Liturgie abgehalten wurde mit einer Art Predigt am Anfang und ohne Einzug und nix ... Zu Martins und meiner Verwirrung gesellte sich dann noch Hunger und wir zogen schließlich die leiblichen Gelüste den geistlichen vor. Das Jesus Kindlein möge es uns verzeihen.&lt;br /&gt;Es folgten: Obligatorisches Ausschlafen wenngleich ohne morgendlichem Im-Bademantel-unterm-Christbaum-nochmal-die-Geschenke-anschauen, dafür recht viel staade Zeit am erstenund zweiten Weihnachtsfeiertag, wobei letzterer seinen Abschluss wieder in der Saint Antoine fand, wo die Klänge von Bachs Weihnachtsoratorium genossen werden wollten. Bin mit Martin, Noyan, Naomi und Müge dorthin und fühlte trotz der Menschenmenge in der Kirche einen weiteren Hauch von Weihnachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn ich also leider nicht bei und mit den Lieben zuhause feiern konnte, können, glaube ich, die neuen Fotos doch ein Bild davon abgeben, dass es möglich ist in Istanbul ein wenig Weihnachten zu fühlen, Wärme zu spüren, mit Licht das winterliche Dunkel zu vertreiben.&lt;br /&gt;Dem zu Gute kommt der Umstand, dass in Istanbul die Regel gilt: nach Weihnachten gleich vor Weihnachten!&lt;br /&gt;Wie bereits geschrieben, stellen die Türken für yılbaşı (Neujahr) ihre Christbäume auf und lassen den Noel Baba kommen, der den Kindern die Geschenke bringt. All das führt bspw. im vornehmen Stadtteil Nışantası aber auch am Taksim und in Beyoğlu zu weihnachtlich illuminierten Einkaufsstraßen, Weihnachtsdeko in den Geschäften und großen Rabattaktionen nach dem Fest. ... Also dem Neujahrsfest ... das heißt also weder Weihnachtsbeleuchtung noch -deko, sondern die silvesterliche Variante ... Zugegeben alles ein wenig verwirrend.&lt;br /&gt;Oder relativistisch. Also anti-universell. Also ein Beispiel dafür wenn kulturelles Brauchtum religöse Grenzen überwindet, oder? Naja, jedenfalls was zum Denken zwischen den grenzenlosen Jahren, Festen und Kulturen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Grüße und einen guten Ri-ra-rutsch Richtung 2006 sendet&lt;br /&gt;Giwdul&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113577106241068319?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113577106241068319/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113577106241068319&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113577106241068319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113577106241068319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/12/weihnachteneujahr.html' title='Weihnachteneujahr'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113543023887212683</id><published>2005-12-24T14:47:00.000+02:00</published><updated>2005-12-24T15:17:18.933+02:00</updated><title type='text'>İyi noeller!</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP5017.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP5017.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Weihnachten in İstanbul als Erasmusstudent ist so eine Sache: Die Polen und die Deutschen feiern am Abend des 24sten und lassen das Christkind kommen. Die Franzosen, glaub ich, ebenso. Die Portugiesinnen dagegen erwarten am Morgen des 25sten den Weihnachtsmann. Die Griechen wiederum lassen gar niemanden kommen und feiern irgendwann mitternachts in dunklen orthodoxen Kirchen (glaub ich zumindest, werde das aber heute abend beobachten). Die Georgierinnen anderereseits machen sich mal gar keinen Stress, weil sie eh erst am 7. Januar dran sind. Und die Türken? Die bringen gleich alles durcheinander, kaufen Christbäume, Schmuck und Geschenke und feiern Weihnachten an Silvester.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und à propos verkehrte Welt: Es schneit hier auch immer wieder mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, auch wenn sich die universalistischen Religionen schwer tun mit dem postmodernen Relativismus, ganz über verwischte Grenzen hinwegtäuschen können sie darüber im kosmopolitischen İstanbul jedenfalls nicht. Hauptsache es gilt: jedem das Seine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die vielen lieben Weihnachts-eGreetings sage ich an alle "Çok teşekkür ederim" und wünsche ein frohes, besinnliches und friedliches Weihnachtsfest&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113543023887212683?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113543023887212683/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113543023887212683&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113543023887212683'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113543023887212683'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/12/iyi-noeller.html' title='İyi noeller!'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113432008316164274</id><published>2005-12-11T18:02:00.000+02:00</published><updated>2005-12-12T22:01:03.356+02:00</updated><title type='text'>Abfent</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP4874.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP4874.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Doch schon wieder eine Zeitlang her, dass ich das letzte Mal Bericht erstattete... der Advent geht ins Land, Weihnachten, Neujahr und Kurban Bayramı (das islamische Opferfest Anfang Januar) rücken immer näher, und langsam muss sich wohl jeder um Geschenke bzw. Hammel kümmern. Hadi, hadi - Los, los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Schreibabstinenz der letzten Wochen hatte v. a. mit den Prüfungen zu tun, die ich schreiben musste. In Türkisch eine Klausur mit Listening Comprehension, eigenständigem Textverfassen und ne Katze zeichnen (ohne Witz). In Early Ottoman History gabs ein dreistündiges Quasi-Abitur: zwei Wann, Was, Warum-Essays und eine zeitliche und kontextuelle Einordnung eines Textauszuges (für Insider: der venezianisch-osmanische Friedensvertrag von 1479). Und in Middle East Politics verschaffte mir ein 24-Stunden Take-Home-Paper, in dem nach den Ursachen, Entwicklungen und der Niedergangsthese des arabischen Nationalismus' gefragt wurde, eine fast schlaflose Nacht. Schon tough die Uni hier, eine Umdrehung fordernder als in Good Old Munich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seither sind nun sechs Tage vergangen, und mein geplagtes Herzlein fand wärmende Erheiterung: ein paar sonnig-laue Spätherbsttage; eine Adventskalenderpostkarte aus München (dickes Dankesbussi, liebe Elke!); und ganz besonders der elterliche Besuch der letzten drei Tage, der nicht nur viele Sightsseeing-Kilometer sondern auch eine wunderschöne Zeit der Gemeinsamkeit gebracht hat. Dank Euch!&lt;br /&gt;Und herzlichen Dank auch nochmal für "mitgeliefertes" Augustiner, Leberwurst, Geräuchertes, Bauernwürst und Sauerkraut, Plätzchen, Lebkuchen und Stollen. Nicht, dass ich dies alles wahrlich herbeigesehnt hätte, denn ein persisches Sprichwort sagt: "Da wo dein Teppich ist, dort ist dein Heim", und das ist momentan im schwein- und weihnachtslosen İstanbul. Aber ein arabisches Sprichwort sagt, dass "die angenommenen Sitten den angeborenen nur langsam nachgeschritten kommen". Und ich bin ja erst drei Monate hier...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine friedliche, stimmungsvolle Adventszeit wünscht Euch&lt;br /&gt;Ludwig&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113432008316164274?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113432008316164274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113432008316164274&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113432008316164274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113432008316164274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/12/abfent.html' title='Abfent'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113231462342563236</id><published>2005-11-18T12:48:00.000+02:00</published><updated>2005-11-18T19:57:46.926+02:00</updated><title type='text'>Mädels, Midterms und Mitternachtsmahl</title><content type='html'>Selam allerseits,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich schon letztes Mal freudig hab anklingen lassen, stand heute vor einer Woche endlich Bilgis Welcome Party auf dem Programm. Erwartet wurde: ausgelassenes Feiern schöner und freilich v. a. weiblicher Menschen in edler Umgebung und die Erwartungen wurden... nur ungenügend erfüllt, denn - klar, oder? - die Umgebung war edel: so mit schickem Club, V.I.P.-Raum, Kronleuchter, teurem Bier und ebenso teurem Rakı, Spitzen-DJ inkl. Gogos usw. usf. Doch zumindest zu dem Zeitpunkt als die Erasmus-Taxen das weit entfernte Maslak im Norden Istanbuls erreichten, also um halb ein Uhr nachts, waren eins, zwei, drei ... naja, sagen wie eine Handvoll Damen (noch?) da! Beweisfotos wurden gemacht (, können aber nicht gezeigt werden, weil ich mein monatliches Uploadlimit erreicht habe) und zeigen: wie in ner Türkendisco zuhause. (Wobei hier keine Abschätzigkeit sondern nur Enttäuschung zum Ausdruck kommen soll.) Woran lag's???&lt;br /&gt;Nun, vielleicht an der Tatsache, dass seit knapp zwei Wochen Prüfungsphase ist. Quasi in allen Kursen werden in der Mitte und am Ende des Semesters Klausuren geschrieben. Immerhin in dieser Hinsicht vereint das Schicksal mich mit Bilgis Studenteninnenwelt ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ergo musste ich vergangenen Freitag ein Midterm-Examen in Türkisch schreiben (Listening comprehension, Diktat, freies Erzählen), sowie an diesem Montag in Early Ottoman History ein dreistündiges (!) Quasi-Abitur hinter mich bringen (mit Definitionen und Datenabfrage, Kurzessays und Textbearbeitung) und nächste Woche wartet noch eine Klausur in Middle East Politics auf mich. Nicht, dass also der Eindrück entstünde, es gäbe nichts anderes mehr als Weiber, Wein und Gesang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von zumindest letzten beiden kann ich aber abschließend noch berichten. War am letzten Samstag in eines der 8-Personen-Jungs-Zimmer zum Mitternachtsmahl eingeladen, und ich möchte hier meinen Dank an meinen Türkisch-Prof Özgür Savasçı richten, denn sein Kurs ermöglichte es mir, so gut Türkisch zu sprechen, dass ich in den Genuss der türkischen Freundlichkeit und Freundschaftlichkeit kommen kann. Die Fotos sollen davon einen Eindruck vermitteln, und zeigen u. a.&lt;br /&gt;- Murad aus dem südöstlichen Urfa, der zwei Stunden lang Hackfleisch mit Scharf zu feinem Ciğ Köfte gemischt und geknetet hat, bis es an der Zimmerdecke pappen blieb und damit seine richtige Konstitenz bewies;&lt;br /&gt;- die Jungs aus Urfa, Izmir, Antep, Sariyer und anderen Ecken der Türkei, allesamt Bilgi Studenten in International Relations, European Studies, Philosophie, Mathematik, Business Administrations, Public Relations usw.;&lt;br /&gt;- den "Party Raum", ganz orientalisch am Boden sitzend, mit Früchten, Salat (für das Köfte), Radi und freilich Yeni Rakı;&lt;br /&gt;- Ibrahim Tatlises, DEN türkischen Altweibersänger, der aber bei solchen Abenden nicht fehlen sollte, da man ihn braucht für&lt;br /&gt;- Gesang und Tanz, was mir natürlich noch schwer fällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie offensichtlich ist, waren keine (leider) Damen zugegen. Ob dies den Schluss zulässt, ob die türkische eine Männergesellschaft ist, kann und will ich hier nicht erörtern, denn dem Begriff selbst mangelt es ja an einer Definition. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass es wirklich viel Spaß gemacht hat, ich mich wohl gefühlt habe und an dieser Stelle nochmal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Teşekkür ederim" sagen möchte.&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113231462342563236?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113231462342563236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113231462342563236&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113231462342563236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113231462342563236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/11/mdels-midterms-und-mitternachtsmahl.html' title='Mädels, Midterms und Mitternachtsmahl'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113155373835946439</id><published>2005-11-10T04:28:00.000+02:00</published><updated>2005-11-09T18:28:58.390+02:00</updated><title type='text'>Vergangenheit und Zukunft</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/34%20-%20Sunset%20III.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/34%20-%20Sunset%20III.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So, während die Christenheit ganz brav die Schaufelchen und Eimerchen zum "Friedhofskratzen" rauskramt, begann in der islamischen Welt mittlerweile ein neues Jahr. Der Ramadan ist vorbei und anstelle von Allerheiligen und Gräberputzen darf hier endlich wieder ganz offiziell und v. a. bei Tageslicht gegessen, getrunken, beigeschalfen usw. werden. Wobei, um kein falsches Bild von Istanbul zu vermitteln, so richtig machen die Alis und Ayses hier ja eh nicht so mit. Aber nun genug von potenzieller und faktischer, kollektiver und individueller Religiosität bzw. Ungläubigkeit, Hauptsach' Freitag ist Bilgi Welcome Party, die erste nach eineinhalb Monaten Uni, ergo: Los geht's!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Westküstentrip: zusammen mit Susanna und Eleonora aus Portugal, Zofia aus Polen, Noyan aus Ankara und den Landsmännern Max und Dennis gings wie geplant am Samstag, den 29.11. los mit der Fähre übers Mamara-Meer nach Yalova, um von dort mit dem Bus nach Bursa weiterzufahren. Dort angekommen machten wir Bekanntschaft mit Nuri, einem Mittfünfziger, der nach einem mehr oder minder diplomatischen Leben in den USA, Deutschland, Dänemark undwasweißichwo nun in Istanbul Bücher schreibt und sich in Bursa mit seiner Tochter traf. Nicht nur, dass beide uns durch die Stadt zu den großartigen Moscheen und ehem. Karawanseraien führten, nein, Nuri lud uns auch abends zu sich nach Hause ein, damit wir Studenten auch mal ein türkisches Haus von innen sähen. "Haus" war dabei zuviel versprochen, denn als Gast bekommt man nur das Gästezimmer zu sehen und sonst nüscht. Macht nix, war trotzdem interessant.&lt;br /&gt;Tagsdrauf gings fünf Stunden mit dem bequemen Überlandbus nach Izmir, wo wir - wie in Bursa auch - in einem Gästehaus des türkischen Wasseranbieters untergebracht waren: sauber und kommod wie ein Hotel und nur für 10 Lira, also knapp 7 Euro die Nacht.&lt;br /&gt;Von Izmir aus gings zweimal ans Meer: Montag nach Cesme, vis-à-vis der griech. Insel Chios, und Donnerstag nach Foca. Einfach nur Wärme, Sonne und Balik Raki (frischer Fisch und dazu Raki - typisch türkisch!) genießen, und in Foca machten wir noch ne Bootstour zu den Inseln, wo Odysseus die Sirenen hörte. Ich hab nix gesehen, nix gehört, wahrscheinlich hatte der gute vorher schlechten Balik und zuviel Raki gehabt.&lt;br /&gt;Am Mittwoch fuhren wir nach Seljuk bzw. ins nahegelegene, grandiose Ephesos, das gerade im Herbst eine Reise wert ist, da dann keine Tourigruppen einfallen (abgesehen von den ubiquitären Japsen und der neokonservativen Bibelgruppe aus den USA).&lt;br /&gt;Die restlichen zwei Tage verbrachten wir in Izmir, respektive in seinem Bazaar, am Sunset Boulevard, auf der Festung und in seinen Kneipen und Clubs (ausgiebiger zumindest am Freitag, denn sonst war leider und überraschenderweise tote Hose).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bilanzierend: schee war's, vor allem weil das Wetter mitgespielt hat und es keinen Dauerregen wie in Istanbul und keinen Dauerschneefall wie in Zentralanatolien gegeben hat, und Spaß hamma g'habt, was auch kein Wunder ist, bei einer multinationalen Truppe wie der unseren.&lt;br /&gt;Fotos findet ihr auf der Fotoseite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Muss nun leider schließen, hoffe aber, dass es Euch allen gut geht und Ihr Euch langsam aber sicher auf die kommende staade Zeit einstellt, deren türkische Variante ich nun erwarten darf...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selamlar&lt;br /&gt;Ludwig Pascha&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113155373835946439?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113155373835946439/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113155373835946439&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113155373835946439'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113155373835946439'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/11/vergangenheit-und-zukunft.html' title='Vergangenheit und Zukunft'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-113045175605351795</id><published>2005-10-28T00:29:00.000+03:00</published><updated>2005-10-28T01:22:36.160+03:00</updated><title type='text'>meine Herbstferien</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/16%20-%20Taksim%20IX.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/16%20-%20Taksim%20IX.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie, was, Herbstferien??? Tja, auch ich darf mir hier so etwas gönnen. Nur, dass das weder etwas zu tun hat mit solch kapitalistischen Dingen wie dem Weltspartag oder der Umstellung der Uhren auf Winterzeit, noch mit solch christlich-ökumenischen Auswüchsen wie Reformations- bzw. Rebellionstag oder Allerheillgenseelen. Aber religiös-ideologisch angehaucht sind meine Herbstferien hier auch, denn die Türkei will ja ein europaeisches Land sein, und dass diese Frage mal aufkommt, das wusste Mustafa Kemal Paşa, genannt Atatürk schon 1922 und ein anderer Umstürzler namens Muhammad sogar 1300 Jahre vorher.&lt;br /&gt;So kommt es nun, dass der Tag der Ausrufung der Türkischen Republik (Türkiye Cumhuriyeti; s. o. das Atatürk-Denkmal am Taksim Platz in İstanbul) und die Feierlichkeiten zum Fest des Fastenbrechens (Ramazan Bayramı) dieses Jahr in die gleiche Woche fallen. (Allerdings nur dieses Jahr, denn Muhammad war noch nicht ganz so europaeisch eingestellt und legte seinem Islam einen Mondkalender zugrunde, so dass sich die Feierdaten von Jahr zu Jahr aendern. Offizielles Ende der islamischen Zeitrechnung in der Türkei war i. Ü. 1924.) Am Samstag ist also Tag der Republik und ab Donnerstag dann drei Tage Ramazan Bayramı, welches allerdings generell im familiaeren Rahmen gefeiert wird - in etwa wie bei uns Weihnachten: gemeisam feiern, essen und Geschenke schenken und die Verwandtschaft besuchen. Und weil die türkische Fertilitaetsrate doch ziemlich hoch ist, sind die Familien grösser und man braucht drei freie Tage um alle Verwandten zu besuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer. Habe mit einigen Erasmen einen kleinen Trip organisiert. Am Samstag gehts mit dem Schiff übers Marmarameer nach Yalova bzw. mit dem Bus nach Bursa. Am Sonntag dann mit dem sechs-Stunden Überlandbus nach İzmir, wo wir sechs Naechte bleiben und tagsüber Ausflüge nach Pergamon und Ephesos sowıe ans Meer nach Foça und Çeşme machen werden. Davon berichte ich dann nach meiner Rückkehr am 5. November.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht nochmal ein weing Religiöses. Hatte diese Woche in der Stockwerksküche das unangenehme Gefühl, damals im Religionsunterricht nicht ausreichend aufgepasst zu haben. Da sitzt man nichts Böses ahnend am Tisch zusammen mit sechs Muselmanen, schlüft die sechste Schwarzteetasse, und sieht sich kurz darauf konfroniert mit den Fragen, die unter unglaeubligen Naeglen brennen: Wie ist das jetzt mit Eurem Jesus? Wie Gott und Mensch in einem? Was soll das denn sein, der Heilige Geist? Also doch drei Götter? Warum glaubt ihr nicht an den Koran? Wieso habt ihr vier Bücher? Wenn überall was anderes drin steht, welches stimmt denn dann? Welches gefaellt Dir am besten? Warum gibts denn Katholiken, Protestanten und Orthodoxe? Worin liegen denn die Unterschiede? Wie ist das mit dem Papst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jaja, wird der Eine sagen, gut dass Du das Kompendium des Katholischen Katechismus mitgenommen hast (nochmals çok sağol, Alex!) - aber jetzt übersetzt mal das, was das Büro Ratzinger/ Benedıkt XVI. da veröffentlicht hat in verstaendliches Englisch oder gar Türkisch?!&lt;br /&gt;Kurzum: ich bezweifle, dass ich meiner christlichen Missionspflicht in überzeugendem Masse nachgekommen bin, verspreche baldigste Beserung und verbleibe schliesslich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mit den allerbesten Grüssen an die Gemeinde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Novize Ludwig&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-113045175605351795?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/113045175605351795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=113045175605351795&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113045175605351795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/113045175605351795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/10/meine-herbstferien.html' title='meine Herbstferien'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112972271014219345</id><published>2005-10-19T14:42:00.000+03:00</published><updated>2005-10-19T14:53:26.223+03:00</updated><title type='text'>Nix passiert</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/Wohnheim%20II.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/Wohnheim%20II.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich ist nichts besonders erwaehnenswertes waehrend der vergangenen Woche geschehen - abgesehen davon, dass ich auf dem besten Wege bin 1. mich offiziell in der Türkei aufhalten zu dürfen und 2. mich winterfest zu machen, weil das Wetter maritim wechselhaft geworden ist. Da es auch schwierig ist, von nchts ein Foto zu machen, habe ich beschlossen, die Geburtstagsfotos zu entfernen und ein paar Bilder von meinem Zimmer, dem Wohnheim (s. o.) und der Uni reinzusetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selamlar von&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112972271014219345?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112972271014219345/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112972271014219345&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112972271014219345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112972271014219345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/10/nix-passiert.html' title='Nix passiert'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112914969167449703</id><published>2005-10-12T22:30:00.000+03:00</published><updated>2005-10-12T23:41:31.713+03:00</updated><title type='text'>Bayramin -</title><content type='html'>- mein Fescht! Diejenigen, die mir fristgerecht oder zumindest in einem temporaer anstaendigen Rahmen zu meinem Geburtstag gratuliert haben, gilt an dieser dominanten Stelle mein allerherzlichster Dank. Alle anderen hole der Teufel, packe sie an ihrer Vergesslichkeit und werfe sie ins Fegefeuer. Aber wahrscheinlich lesen die meine Eintraege auch nicht. Saubande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;What happened? Wie auf meiner Foto-Seite zu sehen ist und in meiner Dankesmail auch zu lesen war, habe ich zusammen mit Dennis, einem MitErasmusler aus Konstanz meinen Geburtstag gefeiert (Dennis hatte am Mittwoch seinen 25sten). Wir organisierten für unsere ca. 30 Mitstudenten ein Abendessen, bestehend aus Championsuppe, zahlreichen türkischen Salaten, Hühnchenfilets und Köfte (Fleischbaellchen), Reis, Pommes und mit Schafskaese gefüllte Blaetterteigrollen, Weintrauben, Honigmelone, Aepfel und Birnen, sowie Çay (Tee) und Ayran. Das ganze kam aus einer kleinen türkischen Küche, zubereitet von einer kleinen herzigen Frau in der kleinen, pittoresken "Französischen Passage" neben unserem Wohnheim.&lt;br /&gt;Unsere Freunde überraschten uns dann auch noch mit einer extrem guten Schokotorte und einem Teller süsser Schweinereien aus einer Patisserie - beides vom Typ "20 Sekunden im Munde, 20 Jahre auf der Hüfte". Ich hoffe, die wenigen Bilder können einen Eindruck von der Schönheit des Abends vermitteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt die berechtigte Frage nach dem Geburtstagsalkohol. Nun, abgesehen davon, dass noch zweieinhalb Liter Geburtstags-Rakı auf ihre Vernichtung warten (nein, nicht die 2,5l-möglichst-günstig-Hauptsach'-dicht-Plastigflsche, sondern zwei grosse und eine kleine Flasche feinster Yeni-Rakı!), gabs erst nach dem Essen was Richtiges zum Trinken.&lt;br /&gt;Denn der geneigte Istanbulreisende muss an dieser Stelle wissen, dass Alkohol in der Türkei zwar erhaeltlich ist, nicht jedoch zu den ubiquitaeren Lebensmitteln gehört. So wird "Allool" nur in jeder zweiten Kneipe ausgeschenkt, in jedem zweiten Geschaeft verkauft, ist nur in jedem zweiten Viertel erhaeltlich und wird nur von jedem zweiten Menschen getrunken.&lt;br /&gt;Auslaendische Studenten sind von der Zaehlung natürlich ausgenommen. Ergo gings nach dem Essen ins mondaene Beyoğlu auf einszweidrei Bier und einszweidrei Rakı und, weil man um halb zwei ja immer noch nicht genug hat, dann noch zu Julien, dem Politik-Kollegen aus Rennes, auf einszweidrei Flaschen Weisswein. Immerhin konnte ich zwischen sechs und acht Uhr gut "in den Geburtstag" hineinschlafen. Um neun dann "erfrischt" und ein Jahr aelter in die Uni. Was sonst an dem Tag passierte, weiss ich nicht mehr, denn ich war wohl zu müde um irgendwas wahrzunehmen (abgesehen von der Tatsache, dass in Early Ottoman History ein Test geschrieben wurde und mein Handy endlich freigeschalten wurde - Nummer gibts per eMail).&lt;br /&gt;Abends gabs dann Resteverzehren im Wohnheim und gegen halb elf fiel ich in die Federn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenngleich Ihr alle mir "nur" postalisch gratulieren und leider nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen konntet, so seid Euch jedenfalls eines gewiss: in Gedanken seid Ihr alle immer bei mir! Mit einer Traene im Auge zwinkert Euch Eurer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa zu.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112914969167449703?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112914969167449703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112914969167449703&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112914969167449703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112914969167449703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/10/bayramin.html' title='Bayramin -'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112862706575948262</id><published>2005-10-06T21:38:00.000+03:00</published><updated>2005-10-06T22:31:05.833+03:00</updated><title type='text'>Ramazan</title><content type='html'>Schluss mit Essen! Seit gestern ist Fastenzeit, Ramadan (oder Ramazan, wie die Türken sagen, denn das Wort, aus dem Arabischen kommend, hat ein d, das sehr weich gesprochen wird; und der türkische Lingual-Pragmatismus machte gleich ein z draus). Das heisst: Aufstehen und grosses Frühstück vor Sonnenaufgang, tagsüber weder Essen noch Trinken, weder Rauchen noch Sex. Stattdessen viermal beten und des Abends, wenn die Sonne darnieder sinkt, ein fünftes Gebet und dann ein ausgedehntes Dinner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier in İstanbul bzw. in den Stadtvierteln, in denen ich bin, allerdinds merkt man davon nicht viel. Die Leute essen und trinken immer noch auf der Strasse, die Geschaefte haben ganz normal auf, der Ruf des Muezzins wird weiter ignoriert. Allerdings scheinen viele (auch viele Bilgi-Studenten) das Fastgebot doch ernstzunehmen. Von den Sesamkringel (simit), die das Wohnheim jeden Morgen als Frühstück in die Stockwerksküchen bringen laesst, sah man bislang nach neun Uhr immer nur einen erbaermlichen Rest. Seit gestern bleibt aber mehr übrig. Dafür bricht die Küche am Abendaber fast auseinander vor Menschen weil alle gleichzeitig kochen und ihren Hunger stillen wollen. Warum sie nun fasten, nicht aber in die Moschee gehen - das weiss vielleicht nur Allah allein. Jedenfalls geht dieser Frage nun mal nach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112862706575948262?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112862706575948262/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112862706575948262&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112862706575948262'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112862706575948262'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/10/ramazan.html' title='Ramazan'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112835793149719893</id><published>2005-10-03T19:37:00.000+03:00</published><updated>2005-10-03T19:45:31.520+03:00</updated><title type='text'>Kommentare</title><content type='html'>Muss eine kleine Anmerkung machen! Wie nun schon das zweite Mal geschehen, wird mein Blog für Werbung benutzt, indem jemand irgendeinen Kommentar setzt, der nachher von Euch gelesen werden soll. Leider kann ich als Blogger diese Kommentare nicht löschen. Ergo bleibt mir nur eine Bitte: entweder diejenigen, die mir einen Kommentar schicken wollen, melden sich bei Blogger.com an (wo und wie weiss ich nicht), oder Ihr schickt mir eine Mail mit Interessensbekundung bis spaetestens Sonntag. Dann kann ich Eure eMail-Adresse auf eine Liste Kommentar-berechtigter Personen setzten. Wer auch das nicht will, kann mir natürlich immer eine eMail an meine bekannten Adressen schicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke für die Aufmerksamkeit&lt;br /&gt;Ludwig&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112835793149719893?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112835793149719893/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112835793149719893&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112835793149719893'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112835793149719893'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/10/kommentare.html' title='Kommentare'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112826908311024276</id><published>2005-10-02T18:58:00.000+03:00</published><updated>2005-10-02T19:10:02.736+03:00</updated><title type='text'>erste Uniwoche</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP3865.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP3865.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Merhaba zusammen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoffe Euch geht es blendend und Ihr geniesst wahlweise den Herbst in München, Ingolstadt, Tirol, Feldafing und vielerorts und das letzte Wiesnwochenende sowie gleichsam die Peinlichkeiten der deutschen Politikerklasse wie ihrer Kollegen im sonst immer so neutral-diplomatischen Österreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine erste Uniwoche ist vorbei und laeuft unter der Überschrift Kontinuitaet und Wandel. Kontinunitaet weil auch in der Türkei die erste Uniwoche quasi nicht stattfindet. Wenn die erste Stunde nicht ganz ausfaellt (was man erst vor der Zimmertür feststellt), dann beginnt sie erst verspaetet und dauert nur etwa 25 Minuten statt der eingeplanten 3 Stunden. Dann gibt es Infos darüber, dass der Syllabus im Internet, die Literatur im Copyshop gegenüber und die staendige Anwesenheit empfehlenswert ist. Weil man dann mit dem Thema nicht mehr anfangen will, verschiebt man den eigentlichen Start auf naechste Woche. Die urplötzlich freigewordenen zwei Interrimsstunden werden dann mittels ausgedehnter Kaffee- oder besser Tee-Sessions überbrückt oder man faehrt mit dem Bus den halbstündigen Hinweg frustriert zurück.&lt;br /&gt;Wandel gabs hingegen insoweit, als dass die Stunden nicht wie angekündig ausschliesslich auf Englisch stattfinden sollten. Obwohl die Uni zwar Englisch als Unterrichtssprache propagiert (und sich dabei auch mit Ruhm bekleckern möchte), finden manche Kurse dann doch ganz oder zum Teil auf Türkisch statt, meist mit dem Hinweis darauf, dass die türkischen Studenten sonst nicht aufpassen, nix lernen oder sich nicht beteiligen würden. Bei mir betrifft das nun die Kurse „Turkish Politics“ und „Global Terrorism“. Dafür finden „Early Ottoman History“ und „Middle East Politics“ auf Englisch statt. Mal sehen wie's also weiter, wenns mal so richtig los geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grad hats denn kitschigsten Himmel, denn ich je gesehen habe. Hat es den ganzen Tag geregnet (was sich negativ erstens auf den für heute angesetzten Eurasischen Marathon und zweitens auf Maxens und meinen Sonntagsspaziergang am Bosporus entlang ausgewirkt hat – wir flüchteten dann auf einen übersichtlichen 12 Euro Eisbecher in den Cırağan Palast, der heute das Kempisky Hotel beherbergt (s. Foto)), so taucht die Abendsonne den Himmel nun in rosa-rot-orange-gelb, laesst die Minarette gold glaenzen, reflektiert sich im Meer und produziert zudem noch nen Regensbogen, der sich über den Bosporus spannt. Schaut Petrus regelmaessig Bob Ross auf BR Alpha? Mit meinem Pinsel signiert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112826908311024276?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112826908311024276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112826908311024276&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112826908311024276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112826908311024276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/10/erste-uniwoche.html' title='erste Uniwoche'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112775845961543215</id><published>2005-09-26T20:11:00.000+03:00</published><updated>2005-10-12T23:49:30.146+03:00</updated><title type='text'>Ende der ersten Woche - Wochenende</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP36701.JPG"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP36701.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die erste Woche ist rum. Ein Resümee? Abgesehen von den üblichen Dingen - unübersichtliche aber atemberaubende Stadt, nervtötender Verkehr, wohltuende Lebensader Bosporus, freundliche Menschen und super Uni - kann ich nur sagen: kommen und selbst ein Bild machen (oder meherere Duzend wie ich bereits, von denen ich aber nur einen Bruchteil ins Netz stellen kann). Mir gehts soweit ganz gut, hab mich mit meinen Miterasmuslern ganz gut angefreundet und auch schon einge türkische Bekanntschaften gemacht, die sich - so stumpfsinnig und einseitig die Betonung ist - absolut unterscheiden von "den Türken" (oder besser dem gaengigen Türkenbild, das meine verehrten LeserInnen im Gegensatz zu vielen anderen nicht haben). Aber auch ein eben solches schiefes Bild könnten meine Worte nicht und meine Fotos nur begrenzt zurecht rücken, also nochmal: selbst kommen, selbst gucken, selbst bilden. Und selbst jene Eindrücke machen, die ich bekomme - und die mich immer noch ob ihrer Fülle ermüden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Wochenende war grossartig. Hatten am Samstag das grosse Welcoming der Erasmusler an der Uni: Begrüssungsworte des Auslandsamtes, bestehend aus vier super netten, absolut westlich erscheinenden, topmodern gekleideten türkischen Frauen zwischen dreissig und vierzig, die sich liebreizend um uns kümmern. Anschliessend Einladung zum Mittagessen, gefolgt von Vortraegen. Eigentlich war auch die Besichtigung des anderen Campus' ın Dolapdere vorgesehen, aber die dort stattfindende Historikerkonferenz und die gleichzeitig ablaufende Demonstratıon türkischer Nationalisten verhinderten eine Fahrt dorthin.&lt;br /&gt;Dabei geht es darum, dass die türkische Öffentlichkeit immer noch damit hadert, den Völkermord an den Armeniern, begangen 1915/16, als solchen anzuerkennen, was zwar nur indirekt, aber nicht minder heftig von der EU gefordert wird. Dabei geht es nicht nur um die terminologische Anerkennung, man befürchtet auch die Beschuldigung von Vaetern und Grossvaetern als Mörder, sowie die Forderung nach Rückgabe enteigneter Besitztümer. Gleiches, nur wohl in geringerem Ausmass, wirft die Türkei aber auch den Armeniern vor und sihet sich selbst auch nicht in alleiniger Schuld, wurden die Türken damals doch auch von anderen Nationen bei ihrem Befreiungskampf unterstützt. Die Sache ist also ziemlich verworren und wahrscheinlich von der Vergangenheit bereits unkenntlich gemacht worden, aber es bleiben Anklagen, Forderungen und offene Fragen.&lt;br /&gt;Die drei bedeutenden İstanbuler Universitaeten Bosporus, Sabancı und Bilgi hatten sich seit Anfang des Jahres nun um eine alle Beteiligten umfassende Konferenz zur Untersuchung der Vorgaenge bemüt, wurden aber immer wieder ausgebremst. War es anfangs noch der türkische Justizminister Çiçek, der im Abhalten einer solchen Konferenz gar Landesverrat vermutete, erklaerte nun das oberste türkische Gericht die Konferenz für abgesagt, wenn nicht Informationen über die Teilnehmer und deren Intentionen bekannt gemacht würden. Und auch die türkische Regierung wollte die Konferenz eigentlich auch erst nach dem 3. Oktober, dem Beginn der Beitrittsverhandlungen, beginnen lassen, obgleich sie nunmehr der Kofnerenz positiv gegenübersteht, da diese Sache ein Thema der Historiker und nicht mehr der Poliıtiker sein sollte. Dass die Konferenz nunmehr (und unter hohem Polizeiaufkommen) an meinem Campus stattfinden konnte, ist dem Umstand zu verdanken, dass das Gericht in seiner Verbotserklaerung dummerweise vergass, Bilgi zu erwaehnen, sodass sich Bilgi nicht angesprochen sah und kurzerhand die Konferenz in seinen Raeumen abhielt. Noch weıss ich nicht, was rauskam, aber ein teilnehmender Professor erzaehlte mir, es würden erstmals Dinge angesprochen, über die bislang noch niemand in dieser Form gesprochen haette.&lt;br /&gt;Ehrlich gesagt, gerade diese Dynamik in der türkischen Gesellschaft macht die Türkei für mich so interessant. Mehr dazu sicherlich, wenn meine Kurse anlaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Wochenende. Abends sind ein paar Erasmusler und ich nach Beyoğlu, wo Menschenmassen unterwegs waren, wie sonst nur an Weihnachten in München. Bisschen Bier, bisschen Rakı und erstes Observieren, was Istanbul so zu bieten hat (und das ist wahrlich einige!!!). Gegen halb zwei ins Bette, denn Sonntags hiess es ab aufs Schiff zur Bosporus-Tour. Trotz Regenwetter war's super schön und ich konnte die anderen Yabancılar - zwei Schweden, vier kleine Portugiesinnen, einen Franzosen, zwei Polen und viele Deutsche (Konstanz, Frankfurt/ Oder, Hamburg, Berlin und München) - besser kennen lernen. Die ganze Tour dauerte fünf Stunden und wird für alle meine Besucher ins Pflichtprogramm aufgenommen.&lt;br /&gt;Mit dieser schmackhaften Bemerkung schliesse ich dieses Statement und verbleibe mit den allerallerallerbesten selamlar an Euch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112775845961543215?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112775845961543215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112775845961543215&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112775845961543215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112775845961543215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/09/ende-der-ersten-woche-wochenende.html' title='Ende der ersten Woche - Wochenende'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112741587709741474</id><published>2005-09-22T21:49:00.000+03:00</published><updated>2005-09-22T22:08:03.846+03:00</updated><title type='text'>Fotos</title><content type='html'>Ich freu mich Euch mitteilen zu können, dass ich weitere Fotos installieren konnte. Auf &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/istanbuludwig"&gt;www.flickr.com/photos/istanbuludwig&lt;/a&gt; hab ich ein paar hinterlegt, die in den letzten Tagen entstanden sind. Ihr könnt auch den Link "Fotos" am rechten Rand benutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um ehrlich zu sein, merk ich langsam, wie anstrengend die erste Woche ist. Zusaetzlich zum bereits typisch europaeischen Formularwahnsinn, den es an der Uni zu bewaeltigen gilt, heisst es auch noch, sich schwierigste türkische Vornamen, Strassennamen und Busverbindungen zu merken sowie auch jeden Abend die neue gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten. Keine Ahnung ob mein Bett gut ist oder nicht, jedenfalls fall ich jedes Mal hundemüde in die Kiste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Muss grad innerlich schmunzeln, weil neben mir im Wohnheim-Computerraum ein Türke sitzt, der mit dem Handy telefonıert und offenhörbar schtottotert... Werd ihn nachher vielleich fragen, ob er Schtututtgard kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anscheinend hab ich die letzten Sommertage noch erwischt gehabt. Mittlerweile wirds kühler und regnerischer. Fehlt nur noch die Wiesn... Grüsst sie mir bitte -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Şerefe an alle Lederhosn und Dirndl,&lt;br /&gt;Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112741587709741474?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112741587709741474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112741587709741474&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112741587709741474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112741587709741474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/09/fotos.html' title='Fotos'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112723676428003929</id><published>2005-09-20T19:56:00.000+03:00</published><updated>2005-09-20T20:27:48.496+03:00</updated><title type='text'>Merhaba!</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/1600/IMGP3507.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/1672/1563/320/IMGP3507.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja wie jetzt?! Keine Kommentare??? Also, für die, die's nicht kapiert haben: Ihr könnt wohl auf Comment oder so klicken und dann eine Huldigung an mich hinterlassen. Und ich will keine Ausreden hören, denn ihr habt ne deutsche Tatastur und müsst euch nicht mit dem Zeug hier rumschlagen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sitz grad im Computerraum meines Wohnheims. Würde ich noch einen Stock höher gehen, kaeme ich auf die Aussichtsplatform, die einen traumhaften Blick auf Beyoğlu und Galata, die beiden Stadtviertel nördlich der Altstadt Sultanahmed, eröffnet. Istanbul hat wirklich eine grossartige, unvergleichliche Atmosphaere: die Moscheen, Minarette, Türme und Daecher, die die zahlreichen Hügel bedecken; die Kutter, Faehren, Frachter und Dampfer, die kreuz und quer über den Bosporus und in das Goldene Horn fahren; die Fischer, Sesamkringelverkaeufer und Schuhputzer auf den Brücken und Strassen, welche allesamt kurz vorm Verkehrskollaps stehen. Die Luft ist trocken und warm, aber der Herbst naht, die Blaetter fallen, heute hats mal geregnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War am Sonntag spazieren in Sultanahmed, vorbei an der Hagia Sofia, der Blauen Moschee, der İstanbul Üniversitesi und der Süleymaniye Moschee sowie im mondaenen Beyoğlu. Heute fuhr ich mit der Faehre zum Kaffeetrinken nach Üsküdar auf die asiatische Seite.&lt;br /&gt;Aber um keinen falschen Eindruck zu erwecken: gestern war ich auch mal an der Uni, diese Woche müssen wir uns um unsere Registrierung und unsere Kurse kümmern und für die Aufenthaltsgenehmigung, die wir beim Polizeipraesidium beantragen müssen, brauchen wir NEUN Passbilder! (Das mach ich aber erst naechste Woche, wenn mein Moustache dann schon dichter geworden ist... man muss sich ja anpassen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke an alle, die mir die lıeben eMails geschrieben habe. Wenn sich eine gewisse Regelmaessigkeit in mein Leben eingeschlichen hat, geh ich auch zur individuellen Mailführung über. Selam, Ludwig Paşa&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112723676428003929?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112723676428003929/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112723676428003929&amp;isPopup=true' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112723676428003929'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112723676428003929'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/09/merhaba_20.html' title='Merhaba!'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16461175.post-112713480697354814</id><published>2005-09-19T15:52:00.000+03:00</published><updated>2005-09-19T16:00:06.980+03:00</updated><title type='text'>Endlich!</title><content type='html'>Endlich komm ich mal dazu, hier einen Eintrag zu machen. Einerseits kam ich nicht dazu, weil Flug, Zimmerbezug und dringender Sonntagsspaziergang durch die Stadt unbedingt vorher stattfinden mussten - Flug war OK (obgleich der Pilot meinte that he didn't excepted that), Zimmer und Mitbewohner Max aus Frankfurt/ Oder sind auch ın Ordnung (Fotos gibts irgandwann) und die Stadt... mir fehlen jegliche Worte!!! Sobald mir mal ein passendes Attribut eingefallen ist, lass ich es Euch wissen!&lt;br /&gt;Nun muss ich aber unbedingt aufhören bevor ich wahnsinnig werde - ımmer wenn man auch das ı drücken wıll, kommt eın 'ı' (i ohne Punkt, also ein laut zwischen ö, e und i) raus!!! Hııııııııııııııılfe!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16461175-112713480697354814?l=istanbuludwig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/feeds/112713480697354814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16461175&amp;postID=112713480697354814&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112713480697354814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16461175/posts/default/112713480697354814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://istanbuludwig.blogspot.com/2005/09/endlich.html' title='Endlich!'/><author><name>Ludwig</name><uri>http://www.blogger.com/profile/03414468861756403678</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
